Borchardt: Verhandlungen ab nächster Woche 04.03.2026 18:22 Uhr
„Wir befinden uns jetzt im parlamentarischen Verfahren, und es geht natürlich darum, dass die Sachen, die wir für nicht richtig halten, nochmal nachgeschärft werden“, erklärte Simone Borchardt (CDU) nach der Anhörung. Ein großes Thema sei das Fixum, das per Verordnung folgen solle. Das ist wichtig, das wir das klar definieren.
Noch unklar sei auch das Thema der PTA-Vertretung. „Auch da sind wir noch dabei, das fachlich gut zu machen“, erklärt Borchardt. Wichtig sei, dass man nicht Tor und Tür öffne in Richtung Versandhandel oder Auslandsapotheken. Man wolle zudem verhindern, dass mehr Medikamente in Drogeriemärkten verkauft werden. „Das ist natürlich nicht unser Ansinnen, wir wollen, dass die Versorgungssicherheit gewährleistet ist, dass Menschen beraten werden, dass die Medikamente, die sie bekommen, einer guten Qualität unterliegen.“
Auch die Null-Retaxation sei ein Thema, das angegangen werden müsse. „Es kann nicht sein, dass der Apotheker hier ein finanzielles Risiko hat“, betont Borchardt. Weitere Schwerpunkte seien Skonti und die Digitalisierung. Hierbei sei es wichtig, dass die Apotheker Lese- und Schreibzugriff auf die ePA bekämen; so könnten viele Kontraindikationen vermieden werden. „Die Apotheker sind bereit, mehr zu übernehmen und jetzt müssen wir sie einfach auch mal machen lassen.“
Verhandlungen ab nächster Woche
Konkrete Änderungsanträge seien allerdings noch nicht in Arbeit. Man befinde sich nun im parlamentarischen Verfahren und werde mit dem Koalitionspartner einige Punkte beraten müssen. Damit solle es aber bald losgehen: „Ich denke, ab nächster Woche geht es wirklich los in die Verhandlungen“, so Borchardt.