Unterschätzte Nebenwirkung: Obstipation

Wenn Medikamente und Grunderkrankungen den Darm hemmen 12.02.2026 13:13 Uhr

Neue Schmerztherapie, ein zusätzliches Antidepressivum, ein GLP-1-Rezeptoragonist: Viele Medikationspläne enthalten heute Wirkstoffe, die die Darmmotilität verlangsamen – ohne dass die Verstopfung spontan mit den verordneten Arzneimitteln in Verbindung gebracht wird. Gerade bei älteren Kundinnen und Kunden mit Polypharmazie lohnt sich deshalb ein genauer Blick. Zu den typischen Auslösern gehören Opioide. Sie wirken hemmend auf das enterische Nervensystem und verzögern dadurch die propulsive Peristaltik. Auch Arzneimittel mit anticholinerger Wirkung – darunter trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika oder Antihistaminika – sowie bestimmte Antihypertensiva, Diuretika und Eisenpräparate können die Darmtätigkeit beeinträchtigen. Ein weiteres Beispiel: GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid, das in der Diabetestherapie, aber auch bei Adipositas eingesetzt wird. Doch nicht nur Medikamente, auch Grunderkrankungen können die Darmfunktion empfindlich stören. Dies ist besonders oft bei neurologischen Erkrankungen der Fall. All das kann zu Obstipation führen, die sich – einmal erkannt – individuell behandeln lässt, nach ärztlicher Abklärung auch bei chronischen Beschwerden.

Ursachen von Obstipation erkennen und ansprechen
In der Regel kennen Kundinnen und Kunden den Zusammenhang zwischen ihren Arzneimitteln beziehungsweise einer bestehenden Erkrankung und der unerwünschten Nebenwirkung Obstipation nicht. Im Beratungsgespräch sollte deshalb gezielt nachgefragt und ebenso aufmerksam auf beiläufige Bemerkungen geachtet werden, die Aufschluss über Verstopfungsursachen geben können. Daneben lassen sich Lebensstilfaktoren ansprechen: ausreichende Trinkmenge, ballaststoffreiche Ernährung, maßvolle Bewegung. Da viele Menschen ihre Stuhlfrequenz für zu gering halten, kann der Hinweis entlasten, dass eine Spanne von dreimal pro Woche bis zu dreimal täglich als normal gilt.

Leitlinienkonform zu Laxanzien beraten
Zur Behandlung der Obstipation empfehlen Leitlinien stimulierende Laxanzien wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat sowie Macrogol. DulcoLax® bietet verschiedene Darreichungsformen und Wirkstoffe für eine individuell angepasste Therapie. DulcoLax® Dragées (Bisacodyl) und DulcoLax® NP Tropfen (Natriumpicosulfat) fördern die propulsive Peristaltik und steigern die Sekretion von Wasser und Elektrolyten in den Darm. Die Wirkung setzt planbar nach etwa 6 bis 12 Stunden (Dragées) bzw. 10 bis 12 Stunden (Tropfen) ein. DulcoLax® Zäpfchen bieten mit Wirkung nach etwa 15 bis 30 Minuten eine rektale Option, wenn eine rasche Entleerung gewünscht ist. Soll harter Stuhl lediglich aufgeweicht werden, stellt DulcoSoft® mit Macrogol 4000 eine weitere Behandlungsalternative dar.

Opella bietet mit führenden Selbstmedikationsmarken, darunter auch DulcoLax®, deutschlandweit Apothekentrainings an. Kontakt über unseren Stand auf der Apothekentour oder hier.

Pflichtangaben

DulcoLax® Dragées. DulcoLax® Zäpfchen. DulcoLax® NP Tropfen. Wirkstoff: Dragées/Zäpfchen: Bisacodyl. NP Tropfen: Natriumpicosulfat. Zusammens.: Dragées: 5 mg Bisacodyl/ magensaftresistente Tablette. Sonst. Bestandt.: Arab. Gummi, Carnaubawachs, Farbstoffe Chinolingelb (E 104), Gelborange S (E 110), u. Titandioxid (E 171), Glycerol, Lactose-Monohydrat, Macrogol 6000, Magnesiumstearat, Maisstärke, Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:1), Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:2), natives Rizinusöl, modifizierte Stärke (oxidierte Maisstärke), Sucrose, Talkum, gebleichtes Wachs. Zäpfchen.: 10 mg Bisacodyl/Zäpf. Sonst. Bestandt.: Hartfett. NP Tropfen:7,5 mg Natriumpicosulfat-Monohydrat/1 ml Lsg. Sonst. Bestandt.: Natriumbenzoat, Sorbitol-Lösung 70%, Natriumcitrat-Dihydrat, Citronensäure-Monohydrat, gereinigtes Wasser. Anw.-geb.: Zur Anwdg. bei Obstipation, bei Erkrank., die eine erleichterte Defäkation erford., sowie zur Darmentleer. bei diagnost. u. therapeut. Eingriffen am Darm; zusätzlich bei DulcoLax® Dragées u. DulcoLax® Zäpfchen: sowie zur Darmentleerung bei Behandlungsmaßnahmen u. Maßnahmen zum Erkennen von Krankheiten (therapeut. u. diagnost. Eingriffe) am Darm. Wie andere Abführmittel sollten DulcoLax® Dragées, DulcoLax® Zäpfchen und DulcoLax® NP Tropfen ohne ärztl. Abklärung der Verstopfungsursache nicht täglich oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Gegenanz.: Überempfindlichk. geg. Bisacodyl oder Natriumpicosulfat oder sonst. Bestandt., Darmobstruktion, Ileus oder akute Erkrank. des Magen-Darm- Trakts (z. B. entzündl. Erkrank., akute Appendizitis), starke Bauchschm. im Zusammenh. mit Übelkeit oder Erbrechen, die Zeichen einer schw. Erkrank. sein können; bei Stör. des Wasser- und Elektrolythaushaltes (z. B. erhebl. Flüssigkeitsmangel d. Körpers); zusätzl. bei DulcoLax® Dragées: Überempfindlichk. geg. Farbstoff Gelborange S, seltene angebor. Unverträglichkeit geg. einen Bestandt., Kinder < 2 J.; zusätzl. bei DulcoLax® Zäpf.: Kinder < 10 J.; zusätzl. b. DulcoLax® NP Tropfen: Kinder < 4 J. Bei älteren Kindern wegen der Möglichk. einer nicht erkannten angebor. Fructose-Intoleranz nur nach Rückspr. mit dem Arzt anwenden. Fertilit., Schwangersch. u. Stillz.: I. d. Schwangersch. nur auf ärztl. Rat anw. Währ. d. Stillz. Einnahme mögl. Nebenw.: Überempfindlichkeitsreakt., allerg. Reaktionen (einschl. Hautreaktionen, Angioödem, Exanthem, Arzneimittel-, Pruritus), anaphylakt. Reakt., angioneurot. Ödem. Farbst. Gelborange S kann allerg. Reakt. hervorr. Dehydratation. Diarrhoe, Erbrechen, Blutbeimengung im Stuhl (Hämatochezie), abdom. Beschwerden, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, anorekt. Beschw. Colitis., Schwindel, Synkope. Verfügb. Informat. lassen vermuten, dass es sich hierb. um eine vasovag. Antw. auf Schm. im Bauchraum oder der Defäkation handelt. Unsachgemäße Anwendung (zu lange und zu hoch dosiert) kann zu Verlust v. Wasser, Kalium u. a. Elektrolyten und dadurch zu Stör. der Herzfkt. und zu Muskelschw. führen, insb. bei gleichz. Einnah. von Diuretika und Kortikosteroiden. Die Empfindlichk. ggü. Herzglykosiden kann verstärkt werden. Warnhinw.: DulcoLax® Dragées: Enthält den Farbstoff Gelborange S, Lactose u. Sucrose. DulcoLax® Dragées und Zäpfchen und DulcoLax® NP Tropfen: Tragen nicht zur Gewichtsreduktion bei. Der gleichzeitige Gebrauch von anderen Abführmitteln kann die Nebenwirkungen im Magen-Darmtrakt verstärken. DulcoLax® NP Tropfen: Enthält Sorbitol und Natriumbenzoat. Apothekenpflichtig.

A. Nattermann & Cie. GmbH, Brüningstraße 50, 65929 Frankfurt am Main

Stand: DulcoLax® Dragées: Februar 2025; DulcoLax® Zäpfchen: August 2025; DulcoLax® NP Tropfen: Februar 2025

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