Was hinter einem bewährten Konzept gegen Kopfschmerz steckt 20.10.2026 08:41 Uhr
Kopfschmerzen und Migräne zählen zu den häufigsten neurologischen Beschwerden. Dennoch warten viele Betroffene mit der Einnahme von Schmerzmitteln oder greifen zunächst zu einer geringeren als der empfohlenen Dosis. Dabei kann gerade der Zeitpunkt der Behandlung den weiteren Verlauf einer Attacke beeinflussen. Eine aktuelle Befragung zeigt, dass nur jeder Fünfte direkt zu Beginn der Beschwerden ein Schmerzmittel nutzt.1 Aktuelle Erkenntnisse zur Pathophysiologie der Migräne liefern zudem eine mögliche Erklärung dafür, warum sich Coffein in der Akuttherapie seit Jahrzehnten bewährt hat.
Untertherapie wird oft übersehen
Hinter einer verspäteten oder zu niedrig dosierten Behandlung stehen häufig Sorgen vor Nebenwirkungen oder einem möglichen Medikamentenübergebrauch. Wird die Einnahme jedoch hinausgezögert, kann es im Verlauf zu einer zentralen Sensibilisierung kommen. Das Schmerzsystem ist gewissermaßen „hochreguliert“, wodurch selbst gut wirksame Substanzen deutlich schlechter ansprechen können. Untertherapie – also eine verspätete oder unzureichend dosierte Akuttherapie – führt paradoxerweise häufig zu einem Mehrbedarf an Medikamenten. Wiederholt inadäquat behandelte Attacken werden zudem mit einem erhöhten Risiko für eine Chronifizierung in Verbindung gebracht.2
Adenosin – möglicher Mediator der Migräneentstehung
Kopfschmerzen und insbesondere Migräne entstehen häufig dann, wenn das Gehirn auf bestimmte Auslöser überreagiert. Adenosin gilt als einer der zentralen Botenstoffe bei der Entstehung von Migräne. Das körpereigene Signalmolekül wird unter anderem bei Stress, Schlafmangel oder anderen typischen Triggern vermehrt freigesetzt. Es trägt zur Erweiterung von Blutgefäßen sowie zur Aktivierung des trigeminovaskulären Systems bei.3 Beide Mechanismen werden als wichtige Bestandteile der Migräne-Pathophysiologie diskutiert.
Coffein ergänzt die Wirkung klassischer Analgetika
Coffein ist ein Adenosinrezeptor-Antagonist und kann die Wirkung des Botenstoffs abschwächen. Damit greift es in Prozesse ein, die an der Entstehung von Migräneattacken beteiligt sind.3 Der Wirkstoff wird seit Langem als analgetisches Adjuvans eingesetzt.4 Die Kombination von Analgetika mit Coffein gehört seit rund 80 Jahren zu den etablierten Ansätzen in der Kopfschmerztherapie. Studien zeigen, dass coffeinhaltige Kombinationspräparate höhere Responderraten sowie eine stärkere und schnellere Schmerzlinderung erzielen können als die jeweiligen Einzelsubstanzen.5,6 Unterschiede bei der Verträglichkeit wurden dabei nicht beobachtet.5,6,7
Dieses seit Jahrzehnten etablierte Therapiekonzept findet sich auch im Thomapyrin®-Portfolio wieder, das auf unterschiedliche Intensitäten akuter Kopfschmerzepisoden abgestimmt ist. Je nach Präparat kommen Acetylsalicylsäure und Paracetamol (Thomapyrin® CLASSIC für leichte bis mäßig starke Beschwerden, Thomapyrin® INTENSIV für stärkere Kopfschmerzen und Migräne) oder Ibuprofen (Thomapyrin® TENSION DUO bei stärkeren Kopfschmerzen – auch mit Nackenbeschwerden) zusammen mit Coffein zum Einsatz.
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Thomapyrin®CLASSIC Schmerztabletten.
Thomapyrin®INTENSIV.
Wirkstoff: CLASSIC Schmerztabletten: 1 Tablette enthält 250 mg Acetylsalicylsäure, 200 mg Paracetamol, 50 mg Coffein. Sonst. Bestandt.: Lactose-Monohydrat, Stearinsäure, Maisstärke. Anw.-geb.: Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen. Wirkstoff: INTENSIV: 1 Tablette enthält 250 mg Acetylsalicylsäure, 250 mg Paracetamol, 50 mg Coffein. Sonst. Bestandt.: Lactose-Monohydrat, Stearinsäure, Maisstärke. Anw.-geb.: Zur Behandlung von akuten Kopfschmerzen (z. B. Spannungskopfschmerzen) und Migräneanfällen (mit und ohne Aura) bei Erwachsenen u. Jugendl. Anwendung ab 12 Jahren. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gegen Salicylate, Paracetamol, Coffein od. sonstige Bestandteile; wenn in der Vergangenheit auf Anw. von Salicylaten od. anderen NSARs mit Anzeichen von Asthmaanfällen od. in anderer Weise allergisch reagiert wurde (wie Nasenpolypen, Angioödem, Urtikaria); Magen- und Darm-Ulcera; krankhaft erhöhte Blutungsneigung; bei Jugendl. ab 12 Jahren mit Varizellen od. Grippe-ähnlichen Erkrankungen, da Risiko eines Reye-Syndroms; Leber- u. Nierenversagen; schwere, unkontrollierte Herzinsuffizienz; Einnahme von ≥ 15 mg Methotrexat pro Woche; letzte 3 Monaten der Schwangerschaft in Dosen > 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag; Kinder unter 12 Jahren. Warnhinweis: CLASSIC Schmerztabletten: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! INTENSIV: Ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Schmerzmittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden. Nebenw.: Schwindel, Nervosität, Bauchschmerzen, Dyspepsie, Übelkeit, Palpitationen, Erbrechen, Agitation, Tremor, Vertigo, Tachykardie, Durchfall, Ösophagitis, Hyperhidrose, Erschöpfung, Sodbrennen, Überempfindlichkeitsreaktionen, (z. B. Dyspnoe, Hypotension, anaphylakt. Schock, angioneurotisches Ödem), Hautausschlag bis schwere Hautreaktionen (einschließlich Erythema multiforme, wie toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), akutes generalisierendes pustulöses Exanthem), fixes Arzneimittelexanthem, Magen-Darmblutungen (sehr selten resultierend in Eisenmangelanämie), Magen-Darmgeschwüre, u. U. mit Blutung u. Perforation (möglich bei jeglicher Dosierung von ASS, mit oder ohne Warnsymptome oder Vorgeschichte von schwerwiegenden gastrointestinalen Ereignissen), insb. b. älteren Pat.; abdominale Schmerzen, Teerstuhl od. Hämatemesis; schwerwiegende Blutungen (z. B. intracerebrale Blutungen, bes. bei Pat. mit nicht eingestelltem Bluthochdruck u./od. gleichzeitiger Behandl. mit Antikoagulantien, die in Einzelfällen lebensbedrohlich sein können); Transaminasenerhöhung, Leber- u. Nierenfunktionsstörungen, Leberschädigung, hauptsächlich hepatozellulär, chronische Hepatitis, zytolytische Hepatitis, die zu einem akuten Leberversagen führen kann, Blutbildveränderungen inkl. Thrombozyto-, Leuko-, Panzytopenie, Agranulozytose, Bizytopenie, aplastische Anämie, Knochenmarkinsuffizienz, Agranulozytose, Neutropenie, Hypoglykämie, Bronchospasmus bei NSAID-Allergikern; Blutungen (z.B. Nasen-, Zahnfleisch-, Hautblutung), ggf. verlängerte Blutungszeit (bis 8 Tage nach der Einnahme), erosive Gastritis, Oberbauchbeschwerden, Bildung von zwerchfellartigen intestinalen Strikturen im Zusammenhang mit einer Langzeitanwendung, Kounis-Syndrom; hämolytische Anämie insb. bei Pat. mit Glucose-6-Phosphatdehydrogenasemangel, Sehstörungen, nicht kardiogenes Lungenödem bei chronischer Anwendung und in Zusammenhang mit einer durch Acetylsalicylsäure ausgelösten Überempfindlichkeitsreaktion, Schlaflosigkeit. Kopfschmerzen, Schwindel, gestörtes Hörvermögen, Ohrensausen (Tinnitus) und mentale Verwirrung können Anzeichen einer Überdosierung sein; intrakranielle Blutungen mit möglicherweise tödlichem Ausgang, vor allem bei älteren Patienten. Metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke. Apothekenpflichtig.
A. Nattermann & Cie. GmbH, Brüningstraße 50, 65929 Frankfurt am Main. Stand: Thomapyrin®INTENSIV: Juni 2026; Thomapyrin®CLASSIC Schmerztabletten: Juni 2026
Thomapyrin® TENSION DUO Filmtabletten. Wirkst.: Jede Filmtabl. enth. 400 mg Ibuprofen und 100 mg Coffein. Sonst. Bestandteile: Mikrokrist. Cellulose, Croscarmellose-Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Hypromellose, Hyprolose, Macrogol 6000, Talkum, Titandioxid (E171). Anw.-geb.: Bei Erwachsenen zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von akuten mäßig starken Schmerzen, wie Zahnschmerzen oder Kopfschmerzen. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gegen Wirkstoffe od. sonst. Bestandt.; Überempfindlichkeitsreakt. i. d.Anamnese (z. B. Bronchospasmen, Asthma, Rhinitis, Angioödeme od. Urtikaria), die mit der Einnahme von Acetylsalicylsäure o.a. NSAR in Zusammenhang stehen; Blutbildungsstörungen unbekannter Ursache; aktive oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretene od. bereits bestehende peptische Ulzera/Hämorrhagien (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder Blutung); GIT-Blutungen oder Perforation in der Anamnese in Zusammenhang m. einer vorherigen NSAR-Therapie; zerebrovaskuläre od. andere aktive Blutungen; schwere Herzinsuffizienz (NYHA IV); schweres Leberversagen; schweres Nierenversagen; Schwangerschaft im dritten Trimenon; schwere Dehydratation (verursacht durch Erbrechen, Durchfall od. nicht ausreichende Flüssigkeitszufuhr). Warnhinweis: Ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Nebenw.: Exazerbation v. infektionsbedingten Entzündungen (z. B. Entwicklung e. nekrotisierenden Fasziitis); Symptome e. aseptischen Meningitis (Nackensteifheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber od. Orientierungsstörung), insbes. b. Patienten m. bestehenden Autoimmunerkrankungen (SLE, Mischkollagenose); Störungen d. Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose); Überempfindlichkeitsreakt. mit Hautausschlägen und Juckreiz ebenso wie Asthma-Anfälle (mit Abfall des Blutdrucks); Anzeichen schwerer allgemeiner Überempfindlichkeitsreakt. mit Anzeichen wie Gesichtsödem, Angioödem, Dyspnoe, Tachykardie, Abfall des Blutdrucks, anaphylaktischer Schock; Psychotische Reaktionen; Depressionen; Schwindelgefühl, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen; Zentralnervöse Störungen wie Agitiertheit, Reizbarkeit, Müdigkeit; Tremor; Sehstörungen; Tinnitus, Hörverlust; Palpitationen; Herzinsuffizienz; Myokardinfarkt; Tachykardie, Kounis-Syndrom; Arterielle Hypertonie; Vaskulitis; GIT-Beschwerden wie Pyrosis, Abdominalschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Flatulenz, Diarrhö, Obstipation und geringfügige gastrointestinale Blutverluste, die in seltenen Fällen eine Anämie verursachen können; Gastrointestinale Ulzera, eventuell mit Blutung und/oder Durchbruch, Meläna, Hämatemesis, ulzerative Stomatitis, Exazerbation einer Colitis ulcerosa und eines Morbus Crohn, Gastritis; Ösophagitis, Pankreatitis, diaphragma-ähnliche Strikturen im Darm; hepatische Dysfunktion, Leberschaden, vor allem bei Langzeittherapie, Leberversagen, akute Hepatitis; Schwere Hautreaktionen (einschließlich Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse), Alopezie, schwere Hautinfektionen, Weichteilkomplikationen während e. Varizelleninfektion; akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP); Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS); Lichtempfindlichkeitsreaktionen; fixes Arzneimittelexanthem (einschließlich generalisiertes bullöses fixes Arzneimittelexanthem); Nierengewebsschädigungen (Papillennekrosen), erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut, erhöhte Harnstoffkonzentration im Blut; Ödeme (v. a. b. Patienten mit arterieller Hypertonie oder Niereninsuffizienz), nephrotisches Syndrom, interstitielle Nephritis, akute Niereninsuffizienz. Apothekenpflichtig.
A. Nattermann & Cie. GmbH, Brüningstraße 50, 65929 Frankfurt am Main. Stand: August 2025.
MAT-DE-2604154-1.0 – 09/2026
1 Repräsentative Umfrage von Bilendi im Auftrag von Opella für Thomapyrin®, Stichprobe: 3.287 Personen der deutschen Bevölkerung zwischen 18 und 79 Jahren, die unter Kopfschmerzen und/oder Migräne leiden, Befragungszeitraum 15.01. bis 03.02.2026. Grundlage der Quotenstichprobe dieser Befragung sind die aktuellen Bevölkerungsstatistiken (Alter, Geschlecht, Bundesländer) der deutschen Bevölkerung.
2 Rattanawong W et al. Medication “underuse” headache. Cephalalgia 2024; 44(4): 1–19.
3 Thuraiaiyah J et al. Involvement of adenosine signaling pathway in migraine pathophysiology: a systematic review of preclinical studies. The Journal of Headache and Pain 2022; 23: 43.
4 Derry CJ et al. Caffeine as an analgesic adjuvant for acute pain in adults. Cochrane Database Syst Rev 2014; 12: CD009281.
5 Diener HC et al. The fixed combination of acetylsalicylic acid, paracetamol and caffeine is more effective than single substances and dual combination for the treatment of headache: a multicentre, randomized, double-blind, single-dose, placebo-controlled parallel group study. Cephalalgia 2005; 25(10): 776–787.
6 Weiser T et al. Efficacy and safety of a fixed-dose combination of ibuprofen and caffeine in the management of moderate to severe dental pain after third molar extraction. Eur J Pain 2018; 22(1): 28–38.
7 Predel HG et al. J A randomized, placebo- and active-controlled, multi-country, multi-center parallel group trial to evaluate the efficacy and safety of a fixed-dose combination of 400 mg ibuprofen and 100 mg caffeine compared with ibuprofen 400 mg and placebo in patients with acute lower back or neck pain. Pain Res 2019; 12: 2771–2783.