An Folsäure denken

Schwanger und Heuschnupfen: Kein Problem! 26.02.2020 08:12 Uhr

Die Pollenflugsaison ist eröffnet. Aufgrund der milden Temperaturen machen Erle und Hasel Allergiegeplagten schon jetzt das Leben schwer. Juckende Augen und laufende Nasen machen auch vor Schwangeren nicht halt. Zum Glück gibt es verschiedene Behandlungsoptionen.

Etwa 20 Prozent der Schwangeren leiden unter Heuschnupfen. Werdende Mütter haben einen erhöhten Östrogenspiegel, der zusätzlich die Heuschnupfensymptome verschlechtern und die Nasenatmung erschweren kann. Der Fokus der Heuschnupfenbehandlung liegt also auf präventiven Maßnahmen. Die Pollenbelastung sollte so gering wie möglich gehalten werden. Dies gelingt beispielsweise durch regelmäßige Nasenduschen, das richtige Lüften – am Morgen in der Stadt und am Abend auf dem Land. Außerdem sollten die Haare vor dem Zubettgehen gewaschen und alle am Tag getragenen Kleidungsstücke aus dem Schlafzimmer verbannt werden.

Wird trotz vorbeugender Maßnahmen keine Besserung erreicht, können sowohl lokal als auch systemisch anzuwendende Arzneimittel zum Einsatz kommen.

Lokale und systemische Arzneistoffe

Der Mastzellenstabilisator Cromoglicinsäure ist Mittel der Wahl unter den lokal (topisch) anzuwendenden Wirkstoffen. Verfügbar sind sowohl Augentropfen als auch Nasensprays. Der Arzneistoff hemmt die Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen. Präparate mit Cromoglicinsäure sind nicht für die Akutbehandlung geeignet und müssen für eine zuverlässige Wirkung regelmäßig und vor allem bereits mehrere Wochen vor Beginn der Allergiesaison angewendet werden. Der Mastzellenstabilisator kann auch in der Stillzeit appliziert werden.

Unter den topischen Glucocorticoiden ist Budesonid Mittel der Wahl. Für den Arzneistoff ist bisher kein fetotoxisches Risiko bekannt und kann sowohl zur Inhalation bei Asthma als auch bei allergischer Rhinitis als Nasenspray in Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.

Augentropfen und Nasensprays mit den Antihistaminika Azelastin oder Levocabastin werden nicht ausdrücklich empfohlen, da nur unzureichende Erfahrungsberichte in Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen. Obwohl bei lokaler Anwendung und geringer Resorption keine systemischen Plasmaspiegel zu erwarten sind, sollte die Einnahme im Einzelfall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Nasenschleimhaut abschwellenden Wirkstoffe Xylometazolin und Oxymetazolin finden Gebrauch bei Heuschnupfen. Sie werden als Nasensprays oder Nasentropfen angeboten und ihre Anwendung sollte sich während Schwangerschaft und Stillzeit auf maximal sieben Tage beschränken.

Für die systemische Therapie ist das sehr gut untersuchte Loratadin Mittel der Wahl in Schwangerschaft und Stillzeit. Auch Cetirizin ist geeignet, jedoch im Vergleich zu Loratadin weniger häufig untersucht. Die Einnahme von Clemastin lindert nicht nur Heuschnupfensymptome, sondern besitzt im Vergleich zu Loratadin und Cetirizin auch noch eine sedierende Wirkung.

Folsäure ist in Schwangerschaft und Stillzeit das wichtigste Vitamin. Es ist an Zellteilungs- und Wachstumsprozessen beteiligt und spielt eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung von Organen und Nervengewebe, der Bildung der roten Blutkörperchen, der Produktion der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin sowie der Synthese von DNA und RNA.

Eine Folsäuresubstitution kann sich aber auch positiv auf die Heuschnupfensymptome auswirken. Denn ein hoher Folatspiegel im Blut geht laut einer US-Studie mit einem geringeren Immunglobulin E (IgE)-Antikörper-Level einher und weniger IgE bedeutet weniger Histaminausschüttung und weniger allergische Beschwerden.

Folsäure für Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Stillende kommt aus Berlin vom Folsäure-Spezialisten SteriPharm. Folio® ist in zwei Varianten erhältlich – als Folio® forte (Phase 1) mit 800 Mikrogramm Folsäure, das ab Kinderwunsch bis zum Ende der zwölften Schwangerschaftswoche eingenommen wird und Folio® (Phase 2) mit 400 Mikrogramm Folsäure, das ab der 13. Schwangerschaftswoche bis zum Ende der Stillzeit zum Einsatz kommt. Außerdem enthalten beide Varianten die Vitamine B12 und D3 mit und ohne Jod.