Presseinformation

BVDAK im Gespräch mit der CDU 29.06.2012 12:13 Uhr

Am 27. Juni 2012 stellte sich der BVDAK, vertreten durch Herrn Dr. Stefan Hartmann, dem in der CDU neben Herrn Spahn verantwortlichen Gesundheitspolitiker und MdB Herrn Michael Hennrich persönlich vor. Herr Hennrich ist innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den „Arzneimittelsektor“ zuständig.

Herr Hennrich wollte sich aus erster Hand informieren, wie die derzeitige Situation bei den Apothekern ist. Zudem waren die Auswirkungen des AMNOG, „Vorteil 24“, Novellierung der Apothekenbetriebsordnung, sowie das Apothekenhonorar wesentlicher Bestandteil der Unterredung. Das Gespräch war ausführlich und offen. Der BVDAK hatte das Gefühl, ernst genommen zu werden.

Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in den Apotheken und den wirtschaftlich noch enger werdenden Spielräumen für die Apotheken in 2012, stellte der BVDAK klar, dass die Politik die Sorgen und Ängste der Apotheker Ernst nehmen sollte.

  • Apothekenbetriebsordnung: Hier verwies der BVDAK zunächst auf seine Stellungnahmen. Die Apothekenbetriebsordnung, so wie diese letztendlich beschlossen wurde, geht zwar in die richtige Richtung, blieb letztendlich aber auf halbem Wege stehen. Obwohl der BVDAK durch sein Engagement eine Entbürokratisierung stets unterstützt hat, wird es ein Mehr an unbezahltem, bürokratischen Aufwand insbesondere in der Dokumentation geben. Wünschenswerte Optimierungen im Notdienstbereich und im Rezepturbereich wurden leider nicht weiter verfolgt, u.a. auch weil sich die Apotheker selbst gegen patientenfreundliche Weiterentwicklungen gestellt haben. Insofern werden wir uns zu gegebener Zeit für weitere Nachbesserungen einsetzen.

  • AMNOG: Auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des AMNOG insbesondere ab dem Jahr 2012 wies der BVDAK eindringlich hin. Die Drehung der Großhandelsvergütung engte den Verhandlungsspielraum spürbar ein. Die ersten Hochrechnungen für die Apotheken für 2012 liegen bereits vor. Die gesetzlich verordneten Maßnahmen werden in 2012 zu geschätzten Ertragseinbußen von ca. € 15.000 führen, das wären ca. 1,1 % Rohertragsverlust. Diese Einsparungen sind fast nicht mehr kompensierbar.
  • „Vorteil 24“: Das Vorteil24-Modell nutzt möglicherweise Wettbewerbsnachteile durch unterschiedliche europäische Steuervorschriften durch unterschiedliche Sätze im Umsatzsteuerbereich. Letztendlich würden sich die beteiligten Apotheken dadurch einen Wettbewerbsvorteil erlangen. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU Bundestagsfraktion Jens Spahn, sowie Herr Hennrich stehen diesbezüglich mit dem Bundesfinanzministerium im Austausch. Die CDU-Gesundheitspolitiker setzen sich mit Nachdruck dafür ein, dass den stationären Apotheken kurzfristig keinerlei Nachteile mehr durch Nutzung von möglichen Steuerschlupflöchern entstehen werden.
  • Apothekenhonorar: Hier verwies der BVDAK auf seine Stellungnahme, in welcher er die Erhöhung des Apothekenhonorars von € 8,10 auf € 9,30 fordert. MdB Michael Hennrich zeigte großes Verständnis für die Forderungen der Apotheker, die in den vergangenen Jahren wirklich spürbare Sparbeiträge geleistet haben. Die CDU-Bundestagsfraktion wird die Erhöhung des Apothekenhonorars unterstützen. Über die Höhe laufen derzeit die Verhandlungen.

  • Kooperationsgipfel 2013: Herr MdB Michael Hennrich wird während unseres Kooperationsgipfels 2013 (7. und 8. Februar 2013) in München am 8.2.2013 ein Referat zu aktuellen Themen halten. Der BVDAK arbeitet derzeit wieder an einem attraktiven Vortragsprogramm, welches sich mit dem aktuellen Marktgeschehen, insbesondere auch im Kooperationsbereich auseinandersetzen wird. Merken Sie sich den Termin bereits jetzt vor.

Gegen Ende des sehr ausführlichen Gesprächs wurde vereinbart, auch weiterhin einen offenen, konstruktiven Dialog zu führen. Herr Dr. hartmann bedankte sich im namen aller Mitglieder für die Möglichkeit, sich zu aktuellen Themen äußern zu können.