So entsteht Schnupfen bei einer Erkältung

Erkältungen werden in den meisten Fällen von Rhinoviren ausgelöst. Diese sind praktisch überall zu finden und sehr erfolgreich in ihrer Verbreitung. Übertragen werden Rhinoviren über die Luft per Tröpfcheninfektion oder durch das Berühren kontaminierter Oberflächen. Der zuletzt genannte Übertragungsweg ist dabei weitaus bedeutender als die Tröpfcheninfektion und häufiges Händewaschen daher eine gute Empfehlung in der Erkältungssaison. Haben Rhinoviren einen neuen "Wirt" gefunden, dringen sie über Nase und/oder Rachenraum in den Körper ein und befallen die Zellen der Schleimhaut.

Wie entsteht Schnupfen?

  • Die Nase ist innen von einer Schleimhaut mit beweglichen Flimmerhärchen, den sog. Zilien, bedeckt. Die Zilien schlagen rhythmisch und transportieren aus der gesunden Nase Schleim und mit ihm Schmutz, Bakterien und Viren in den Rachen, wo er abgehustet oder geschluckt wird. Diesen Selbstreinigungs-Mechanismus nennt man „mukoziliäre Clearance“.

  • Bei einer Ansteckung wird die mukoziliäre Clearance gestört. Viren gelangen in die Nase und docken an die gesunden Zellen der Schleimhaut an. Die Viren dringen in das Zellinnere ein, wo sie sich vermehren. Schließlich sterben die Zellen ab.

  • Durch häufiges Niesen und Bildung von dünnflüssigem Sekret versucht der Körper, die Krankheitserreger wieder hinauszubefördern. Gelingt dies nicht, reagiert er mit einer Entzündungsreaktion. Die Blutgefäße weiten sich. Wässriges Sekret tritt ins Gewebe ein und die Nasenschleimhaut schwillt an. Der Schleim wird zähflüssig oder setzt sich fest und wird nicht mehr richtig abtransportiert. Dadurch fühlt sich die Nase verstopft an – der Schnupfen behindert die Atmung. Die Aktivität der Zilien lässt nach und die mukoziliäre Clearance wird gehemmt.

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