Schwieriger Nachweis

Insulin als Mordwaffe? dpa, 26.03.2018 12:53 Uhr

München - Ein Hilfspfleger soll mit Insulin einen Menschen in Ottobrunn bei München ermordet haben. Ermittler prüfen auch in anderen Todesfällen Zusammenhänge. Doch wie leicht lässt sich das Hormon als Mordinstrument bei Toten noch nachweisen?

Seit Mitte Februar sitzt ein 36-Jähriger Hilfspfleger wegen Mordverdachts in München in Haft. Der Mann soll einen 87-jährigen Pflegebedürftigen in Ottobrunn bei München mit Insulin getötet und dann beraubt haben. Die Münchner Staatsanwaltschaft I ermittelt – die große Frage dabei: Ist der Pole ein Serienmörder? Hat er womöglich deutschlandweit noch mehr Menschen mit Insulininjektionen getötet?

Neun weitere Todesfälle bundesweit sind es insgesamt, in denen die Ermittler einen Zusammenhang prüfen – darunter in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen. Zwei Leichen wurden bereits exhumiert. Wo und wie lange sie schon unter der Erde lagen, sagten die Münchner Ermittler nicht. Doch wie leicht lässt sich Insulin als Mordinstrument bei Toten noch nachweisen?

Nicht so leicht, sind sich Experten sicher. „Je fauliger die Leiche ist, desto schwieriger wird es“, sagte Professor Dr. Herbert Bratzke vom Berufsverband Deutscher Rechtsmediziner. Brauche man einen eindeutigen Beweis, „sprechen wir hier von Tagen“. Am besten müsse der Körper direkt nach dem Tod untersucht werden, so der Experte. Auch die Toxikologin Dr. Cora Wunder vom Institut für Rechtsmedizin in Frankfurt am Main verwies auf die schwierige Nachweisbarkeit des Hormons – und das manchmal schon Tage nach dem Tod. Auf die Frage, wie lange man nichtkörpereigenes Insulin bei einer Leiche feststellen könne, sagt sie: „Da lässt sich definitiv keine Tages- oder Jahreszahl angeben“.

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