Infektionen durch Nahrungsmittel

Pilzvergiftung: Von harmlos bis tödlich APOTHEKE ADHOC, 30.01.2020 14:48 Uhr

Berlin - Pilzvergiftungen können nicht nur durch den Verzehr von potenziell giftigen Pilzen entstehen – auch verdorbene Pilze, die eigentlich ungiftig sind, können heftige Beschwerden verursachen. Während einige Verläufe zwar unangenehm, aber harmlos sind, können andere tödlich enden. Daher ist es wichtig rechtzeitig zu handeln und die Symptome zu erkennen.

Grundsätzlich treten die Symptome je nach Art und Menge des aufgenommenen Giftes auf: Manche Gifte sind schon bei geringen Mengen gefährlich, andere sind eher harmlos und führen auch bei großen Mengen nur zu unspezifischen Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit. Manchmal können auch Kopfschmerzen auf eine Vergiftung mit Pilzen hinweisen. Viele hochpotente Gifte führen außerdem zu Beschwerden wie Schwindel, Schweißausbrüchen, beschleunigtem Puls und Blutdruckabfall. Auch Sehstörungen, erhöhter Speichelfluss, Muskelzuckungen, Halluzinationen oder Verwirrtheit können auftreten. Im schlimmsten Fall drohen Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit.

Für Laien ist eine Pilzvergiftung aufgrund der Symptomvielfalt meist schwer zu erkennen. Daher sollte im Zweifelsfall immer der Giftnotruf gewählt oder ein Notarzt gerufen werden. Unbehandelt kann es sonst in manchen Fällen lebensbedrohlich werden oder es drohen bleibende Schäden. Daher ist von Hausmitteln oder Selbstmedikation dringend abzuraten: Es sollte weder vom Laien selbst ein Erbrechen ausgelöst, noch – wie oft geraten – Milch getrunken werden.

Je länger die Pilze im Körper bleiben, umso gefährlicher sind sie: Harmlose Pilze sorgen meist recht schnell für Symptome und werden oft durch Erbrechen oder Durchfall aus dem Körper geschleust. Diese Symptome können je nach Art und Schwere Stunden bis Tage andauern. Giftigere Pilzarten führen oft erst nach mehreren Stunden zu Beschwerden: Während dieser Verweildauer im Körper können sie jedoch schon enormen Schaden anrichten. Der Arzt kann mithilfe von Angaben wie der Art und Menge der verzehrten Pilze, der Herkunft und der Zeit zwischen Verzehr und Beginn der Beschwerden, eine zuverlässige Diagnose stellen und die Behandlung einleiten. Auch Erbrochenes kann bei der Diagnosefindung helfen.

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