Schwieriger als gedacht

Richtig Naseputzen und Niesen Cynthia Möthrath, 13.02.2020 14:42 Uhr

Damit die ausgeschleusten Keime direkt für andere unschädlich gemacht werden, sollte das verwendete Taschentuch direkt nach dem Gebrauch in der Toilette oder einem geschlossenen Mülleimer entsorgt werden. Ein Herumliegen der verwendeten Tücher oder ein mehrmaliger Gebrauch sollte unbedingt vermieden werden. Nach der Entsorgung sollten die Hände gründlich gewaschen werden, um eine Verbreitung der Keime zu verhindern.

Neben den beiden Varianten können auch Nasenduschen helfen das Sekret zu entfernen: Durch die Spüllösung wird das Sekret verflüssigt und schonend aus der Nase befördert. Am besten geeignet ist isotonische Kochsalzlösung. In einer solchen Lösung ist die gleiche Menge an Elektrolyten enthalten wie in den Körperflüssigkeiten. Zu niedrig oder zu hoch dosierte Lösungen können die empfindliche Nasenschleimhaut reizen: Es kann dann zu einem unangenehmen Brennen kommen. Daher sollte auch das Spülen mit Leitungswasser vermieden werden. Am besten geeignet sind fertige isotonische Kochsalzlösung aus der Apotheke oder spezielle Beutel mit einer fertig abgepackten Salzmenge, die in Wasser aufgelöst werden. Zur Anschließenden Pflege der Schleimhäute kann beispielsweise GeloSitin Nasenpflege verwendet werden.

Auch beim Niesen gibt es einiges zu beachten, vor allem in Bezug auf die Hygiene. Das Sekret sollte möglichst nicht in die Umgebung versprüht werden. Oft halten sich Erkrankte deshalb die Hand vor den Mund oder die Nase. Dabei gelangen die Erreger jedoch auf die Handflächen und können leicht weiterverbreitet werden. Besser ist daher das Husten und Niesen in ein Taschentuch, welches anschließend entsorgt wird. Ist kein Papiertaschentuch zur Hand kann auch in die Armbeuge gehustet oder geniest werden. Außerdem sollte nach Möglichkeit ein Abstand von mindestens einem Meter zu Mitmenschen gehalten werden.

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