Antazida

Interaktionen und Nebenwirkungen: Antazida Alexandra Negt, 18.11.2019 14:53 Uhr

Berlin - Anwendungsgebiete für Antazida sind die symptomatische Behandlung von Sodbrennen und säurebedingte Magenschmerzen. Bei den Wirkstoffen handelt es sich um eine schwache Base oder um das Salz einer schwachen Säure. Die Arzneistoffe der zweiten Generation, die sogenannten Schichtgitter-Antazida, kombinieren unterschiedliche Salze, um unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu minimieren. Die Arzneimittel binden jedoch nicht nur Salzsäure, sondern auch eine Vielzahl anderer Wirkstoffe.

Wirkungsweise und Dosierung

Antazida senken aufgrund ihrer chemischen Struktur den Anteil an Säure im Magen. Schwache Basen können die Salzsäure neutralisieren, die Salze puffern die Magensäure nach Dissoziation. Schichtgitterantazida heben den pH-Wert des Magens weniger stark an als die sonstigen Antazida.

Beispiel Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3)

NaHCO3+ HCl → NaCl + Wasser H2O + CO2

Beispiel Magnesiumhydroxid (Mg(OH)2)

Mg(OH)2+ 2HCl → MgCl2+ 2H2O

Antazida sind für Kinder ab zwölf Jahre zugelassen. Die Einnahme erfolgt bei Bedarf mehrmals täglich. Standartmäßig werden ein bis zwei Tabletten gekaut oder ein Beutel durchgeknetet und eingenommen. Die Dosierung richtet sich nach der Schwere des Sodbrennens und sollte stets so niedrig wie möglich gehalten werden, um einen übermäßigen Anstieg des pH-Wertes im Magen zu vermeiden.

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