Sonderrezepte

Faktencheck: Grünes Rezept APOTHEKE ADHOC, 14.02.2020 14:54 Uhr

Berlin - Neben einigen Klassikern spielt auch das grüne Rezept häufig eine Rolle im Apothekenalltag: Obwohl es sich um ein Rezeptformular handelt, müssen die Kunden die Kosten für die darauf verordneten Präparate selbst zahlen. Dennoch kann das grüne Rezept bei verschiedenen Kassen vom Patienten selbst eingereicht werden. Hier kommt ein Überblick.

Grünes Rezept – warum überhaupt?

Bei dem grünen Formular handelt es sich im Grunde genommen nicht um ein Rezept im eigentlichen Sinne – eher um eine Art Empfehlung des Arztes. Der Verordner kann auf diesem Formular nicht verschreibungspflichtige Medikamente aufschreiben, die nicht zu Lasten der Krankenkasse verordnet werden können. Auf einem grünen Rezept finden sich demnach nur freiverkäufliche, apothekenpflichtige Produkte.

Manchmal werden auch apothekenpflichtige Arzneistoffe verordnet, die auch in verschreibungspflichtigen Medikamenten enthalten sind: Beispiel hierzu ist Ibuprofen, das in der Variante mit 400 Milligramm sowohl auf einem grünen als auch auf rosa Rezept verordnet werden könnte. Die Kassen verlangen von den Ärzten Verordnungen, die medizinisch zweckmäßig und ausreichend sind. Wird dies von apotheken- und verschreibungspflichtigen Medikamenten erfüllt, so sind zunächst aus wirtschaftlichen Gründen je nach zugrundeliegender Indikation die apothekenpflichtigen vorzuziehen.

Wie lange ist ein grünes Rezept gültig?

Da es sich nicht um ein „richtiges“ Rezept handelt, sind die grünen Formulare unbegrenzt verwendbar. Dennoch sollte die Empfehlung des Arztes im Idealfall zeitnah verwendet werden, um die Beschwerden lindern zu können. Dennoch gibt es kein Ablaufdatum. Doch Achtung: Häufig werden statt der grünen Formulare auch due blauen Privatrezepte verwendet, diese sind jedoch nur drei Monate gültig.

Cave: Manche Ärzte nutzen die grünen Formulare statt der blauen, um verschreibungspflichtige Medikamente für Kassenpatienten zu verordnen. Das passiert dann, wenn die Arzneimittel nicht zum Leistungskatalog gehört, und wird oft bei Schlafmitteln so gehandhabt. Die Ärzte nutzen hier gerne das grüne Formular, weil es sie nichts kostet – rechtlich gesehen ist es aber dann als blaues Privatrezept zu werten und hat daher nur drei Monate Gültigkeit.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Trickbetrug

Telefonische Angebote: Immer mehr Apothekenkunden betroffen»

Kundenzeitschrift „deine Apotheke“

Exklusiv: Marcus Freitag im Podcast»

Gratis zur Digitalkonferenz

VISION.A: Tickets gewinnen und dabei sein!»
Politik

„Einfach unverzichtbar“

ABDA-Kampagne: Fünf neue Motive»

Randnotiz

Mit dem Wiederholungsrezept in den Ruin?»

Dauerverordnung

Wiederholungsrezept: Der Countdown läuft»
Internationales

Regierung lässt Städte abriegeln

Italien wird Corona-Hotspot: „Pandemie nicht mehr vermeidbar“»

Verpflichtendes Melderegister

Österreich: Exportverbot für Engpass-Medikamente»

Herba Chemosan

Engpässe: Apotheker zeigen Großhändler an»
Pharmazie

Neue Warnhinweise und Nebenwirkungen

Neue Fachinfo für Cabergolin und Lisdexamphetamin»

Systemische Nebenwirkungen bei estradiolhaltigen Cremes

Linoladiol N: Einmalig und maximal vier Wochen»

Rezeptur als einzige Alternative

Geburtsmedizin: Partusisten intrapartal nicht lieferbar»
Panorama

Hanau

Mit Knabberzeug: Apotheke lässt Rezeptfälscher auflaufen»

Nachtdienstgedanken

Ein Kater im Notdienst»

Produktvergleiche

Apothekenberichte: Schnarchschiene trifft Massagepistole»
Apothekenpraxis

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Ab Juli: Apotheken-Sammelheft»

Brauchtumspflege in der Apotheke

Orden, Berliner und Dreigestirn»

Streit um Refinanzierungsvereinbarung

TI-Konnektoren: Kassen wollen zahlen, DAV widerspricht»
PTA Live

Ein Glas zu viel gehabt?

Fünf Tipps gegen den Kater danach»

Service-Download

Kundenflyer Emerade-Rückrufe»

Diabetes mellitus

Fresh-up: SGLT2-Hemmer»
Erkältungs-Tipps

Räusperzwang, Schleim & Co.

Husten: Leitliniengerechte Therapie»

Komplexe Atemwegsinfekte

Tracheobronchitis & Sinubronchitis: Wenn die Bronchitis aufsteigt»

Natürliche Feuchthaltemittel

Wasserspeicher Hyaluronsäure»
Magen-Darm & Co.

Chronische Gastritis und Magen-Darm-Geschwüre

Helicobacter pylori – ein angepasstes Bakterium»

Sodbrennen, Verstopfung & Co.

Typische Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt»

Bakterielle Magen-Darm-Infektionen

Shigellose: Gefährlicher Reisedurchfall»
Kinderwunsch & Stillzeit

Narkose, Röntgen & Co.

Operationen in der Schwangerschaft – was geht, was geht nicht?»

Nährstoffe in der Schwangerschaft

Folsäuremangel: Ursachen und Folgen»

Erkältet in der Schwangerschaft

Der gewisse Push für das Immunsystem»