Notfallkontrazeptiva

Wieder Farbbomben auf Apotheke APOTHEKE ADHOC, 06.10.2014 12:33 Uhr

Berlin - Weil sich ein Apotheker im Berliner Bezirk Neukölln aus Glaubensgründen weigert, die Pille danach abzugeben, wird seine Undine-Apotheke immer wieder angegriffen. Unbekannte bewarfen die Apotheke jetzt mit roten Farbbeuteln. Laut Inhaber Andreas Kersten entstand erneut ein Schaden von rund 500 Euro.

Die Täter beklebten außerdem die Schaufenster mit Plakaten, die für einen „Frauenkampftag“ warben, der am Samstag in Berlin stattfand. Bei der Demonstration ging es um die „rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung, ein selbstbestimmtes Leben, für das Recht auf körperliche Unversehrtheit, sowie sexuelle Selbstbestimmung“. Veranstalter ist der Sozialistisch-Demokratische Studierendenverband (Die Linke.SDS). Geschäftsführerin Kerstin Wolter distanzierte sich von dem Anschlag.

Auf der Website indymedia.org bekennen sich die Täter zu dem Farbbomben-Anschlag: Kersten tue „sich als fanatischer Lebensschützer hervor“, heißt es dort zur Begründung. „Wer aus Gewissensgründen meint, Frauen das Recht auf Selbstbestimmung streitig machen zu müssen, darf sich nicht wundern, wenn er aus Gewissensgründen seinen Laden demoliert bekommt.“

Die Täter „grüßen“ mit der Aktion die Proteste gegen den diesjährigen „Marsch für das Leben“. Weiter heißt es, „dieser regressive und antifeministische Rollback“ müsse gestoppt werden. „Weg mit §218!“ zum Schwangerschaftsabbruch, fordern die Blogg

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