Die Vierbeiner zeigen Symptome wie verminderter Spieltrieb, Husten oder Schlucken. Dabei sollten Halter darauf aufmerksam gemacht werden, dass Katzenhusten mitunter mit eine Art Verschlucken oder Würgen verwechselt werden kann. Der Leistungsabfall kann bei bakteriellem Befall der entzündeten Bronchien stark zunehmen. Der Tierarzt wird zur Abklärung zunächst ein Röntgenbild anfertigen. Für den Ausschluss von Pilzen oder Würmern in der Lunge kann eine Lungenspülung unter Narkose mit steriler Kochsalzlösung notwendig sein. Denn auch Pilzinfektionen und fortgeschrittener bakterieller Befall in Bronchiektasen können zu Schatten im Röntgenbild sorgen.

Inhalator für Katzen

Handelt es sich um Asthma, so kann die Erkrankung je nach Stadium zunächst mit Antibiotika therapiert werden. Neben der Einnahme von Tabletten oder Kapseln kann auch ein Depot-Antibiotikum gespritzt werden. Zusätzlich setzen viele Tierärzt:innen zunächst auf eine hochdosierte Cortisontherapie. Hierbei sollten die Halter darauf hingewiesen werden, dass der Appetit des Tieres stark ansteigen kann. Für eine Dauertherapie kommen sowohl Theophyllin als auch inhalative Methoden in Frage. Einige Wirkstoffe, die auch beim Menschen angewendet werden, werden von der Katze vertragen. Um eine bessere Inhalation zu gewährleisten können Katzenhalter:innen auf Inhalationshilfen wie den RC Animal Chamber (Cegla) oder AeroKat (zugehörig zu AeroChamber, Chiesi) zurückgreifen. Das handling müssen sowohl der Besitzer/die Besitzerin als auch die Katze lernen. Nicht immer arbeiten die Samtpfoten wie gewollt mit, sodass das Tier mitunter die ersten Male festgehalten werden muss.

Sollte sich die Verdachtsdiagnose eines Tumors bestätigen, so unterscheidet man auch beim Tier zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren. Gutartige Tumore wachsen, wie beim Menschen, langsamer und streuen seltener in andere Organe. Dennoch können sie die Körperfunktionen – in diesem Fall die Lungen- und Vitalkapazität – beeinflussen. Bei einem bösartigen Tumor sollten die weiteren Schritte mit dem Tierarzt/der Tierärztin besprochen werden. Haustiere sollten nie Schmerzen erleiden, nur weil die Menschen nicht loslassen können. Generell stehen auch für Hunde und Katzen Chemotherapie zur Verfügung. Ob das Tier eine solche Therapie erhalten soll oder kann ist immer eine individuelle Entscheidung.

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