Asthma: Viele Darreichungsformen, neue Therapieoptionen

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Durch immer neue Inhalatoren versuchen die Pharmakonzerne die Anwendung der Arzneimittel für den Patienten zu erleichtern. Das normale Dosieraerosol wird am meisten verordnet. Auch Pulverinhalatoren werden oft verschrieben. Hierbei lassen sich unter anderem folgende Inhalator-Arten unterscheiden:

  • Treibgas-Dosieraerosole
    • Es gibt atemzuggesteuerte oder nicht-atemzuggesteuerte Varianten, das heißt der Sprühstoß wird entweder durch Druck auf das Ventil oder durch den Atemzug ausgelöst
    • mittels Treibgases wird der Arzneistoff in Form eines feinen Nebels freigesetzt
    • Beispiel: Sultanol
  • Pulverinhalatoren
    • Der Wirkstoff liegt als Pulver in Verbindung mit einem Hilfsstoff vor.
    • Beim Inhalieren wird der Wirkstoff aus dem Pulver in die Bronchien transportiert.
    • Beispiel: Atmadisc, Viani
  • Respimat und Novolizer
    • Respimat: Es handelt sich um einen sogenannten Soft Inhaler ohne Treibgas. Patienten müssen die Wirkstoffkapsel in das Gehäuseteil einsetzten. Beim Auslösen entspannt sich eine zuvor gespannte Feder – die Wirkstofflösung wird mit etwa 250 bar durch eine Düse gepresst.
    • Novolizer: Es handelt sich um einen Pulverinhalator mit austauschbarer Patrone. Durch das Auslösen wird der Patrone ein mechanischer Stoß versetzt und das Pulver wird freigesetzt. Nun ist im Sichtfenster ein grüner Streifen sichtbar und das Gerät zur Inhalation bereit. nach dem Einatmen springt die Farbe im Sichtfenster um.
  • Autohaler und Easybreathe
    • Der Patient betätigt durch einen Kipphebel einen Federmechanismus. Ein ähnliches Prinzip liegt beim Easybreathe-System vor. Beim Einatmen wird das Vakuum aufgelöst, die Feder gelöst und der Wirkstoff freigesetzt.
  • Düsen- und Ultraschallvernebler
    • Beim Inhalieren wird ein feiner, inhalierbarer Nebel hergestellt.
    • Eine Verwirbelung findet mittels Druckluft statt – dieser Nebel wird über ein Mundstück oder eine Maske eingeatmet.
    • Externes Gerät, dass von Patienten angewendet werden kann, die mit keinem anderen System zurecht kommen.
    • Die Inhalation dauert bis zu 15 Minuten

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