Vorsicht bei Lamotrigin und der Pille

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Die Kombination aus Levonorgestrel und Ethinylestradiol ist in verschiedenen Kombinationspräparaten zur oralen Kontrazeption enthalten. Es stehen unterschiedliche Konzentrationen zur Verfügung. Die Fixkombination aus Estrogen und Gestagen verhindert zum einen den Eisprung und verändert zum anderen den Zervixschleim.

Kommunikation: Werden beide Arzneimittel kombiniert, kann eine Aufdosierung von Lamotrigin notwendig sein. Die Patientin sollte unter Beobachtung des Arztes stehen. Andersfalls kann ein anderes Kontrazeptivum gewählt werden.

Therapie: Oft sind Erhaltungsdosen um das Zweifache nötig, um die Therapie zu sichern und ein therapeutisches Ansprechen zu erreichen. Wird das hormonelle Kontrazeptivum wieder abgesetzt, kann entsprechend die Lamotrigin-Dosis reduziert werden.

Wird auf eine andere Kontrazeption ausgewichen, sollte eine Therapie ohne pillenfreie Woche Mittel der ersten Wahl sein. So können Schwankungen des Lamotriginspiegles vermieden werden. Denn steigt dieser, ist mit verstärkten Nebenwirkungen des Antiepileptikums zu rechnen. Auch eine nicht-hormonelle Verhütungsmethode kann in Betracht gezogen werden. Wechselwirkungen zwischen anderen oralen Kontrazeptiva oder Hormonersatztherapien und Lamotrigin wurden nicht untersucht. Möglicherweise könnten diese aber ebenso den Lamotrigin-Spiegel beeinflussen.

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