Rechtsschutz für PTA – sinnvoll?

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Geht es um den Vorwurf einer Straftat, warten Rechtsschutzversicherungen immer das Urteil ab. Wird der Beklagte freigesprochen, zahlt die Versicherung die Rechtsstreitkosten zurück. „Im Apothekenbereich kommt es leider wegen Medikamentenverwechselung oder Abrechnungsstreits recht häufig zu solchen Verfahren.“ Bei Verurteilung dagegen müsse immer der Betroffene selbst zahlen. „Deshalb sollten Haftpflicht- und Rechtsschutzfragen eigentlich immer Chefsache sein“, sagt Jeinsen.

Bei der Haftpflicht kommt es dabei auf die Höhe der versicherten Summe an. Jeinsen empfiehlt eine Summe von zehn Millionen Euro. In Sachen Rechtsschutz sollten Apotheker auf eine spezialisierte Versicherung setzen: „Man braucht meist Fachanwälte für Apothekenrecht. Und die nehmen oft einen deutlich höheren Stundenlohn, als eine normale Rechtsschutzversicherung abdeckt.“

Für Unternehmer empfiehlt Jeinsen eine Vollrechtsschutzversicherung. „Während man privat noch sagen kann, ich habe kein Auto und vermiete keine Räume, also brauche ich so etwas auch nicht zu versichern, geht das bei einer Apotheke kaum.“ Man könne Fehler bei der Abgabe, Unfälle beim Liefern, Ärger mit dem Vermieter oder technische Schäden etwa wegen eines Computervirus nie ausschließen. „Da einfach alles passieren kann, sollte auch alles versichert sein“, sagt Jeinsen. Angestellten rät er, das Gespräch mit dem Chef und den Kollegen zu suchen: Jeder sollte wissen, wie er und die Apotheke versichert sind.

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