Versicherung

Rechtsschutz für PTA – sinnvoll?

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Das gilt auch für die Haftpflichtversicherung: Wenn eine PTA in der Apotheke aus Unachtsamkeit etwas kaputt macht, wäre die private Haftpflicht dafür in die Pflicht zu nehmen. Es sei denn, der Apotheker hat auch sogenannte Eigenschäden durch Mitarbeiter in seiner Apothekenpolice mitversichert, so Jeinsen. „Denn immer wenn etwas auf Anweisung Ihres Chefs passiert oder weil das in der Apotheke so gemacht wird, greift die Versicherung des Apothekeninhabers.“

Deshalb benötigt Jeinsen zufolge vor allem der Apothekeninhaber die entsprechenden Versicherungen: Dazu gehören eine Betriebshaftpflicht mit passivem Strafrechtsschutz und eine Inhalts- sowie Firmenrechtsschutzversicherung, die auch dienstliche Fehler seiner Mitarbeiter abdeckt.

Wird ein Mitarbeiter in dienstlicher Angelegenheit juristisch angegangen, hilft eine Betriebshaftpflicht mit passivem Strafrechtsschutz. Die deckt Klagen aufgrund eines Straftatbestands ab, etwa eine Körperverletzung. „Und darum geht es in Apotheken häufig: Körperverletzungsbehauptung wegen einer falschen Abgabe oder Betrugsvorwurf bei Retax“, erklärt Jeinsen. Letztlich hänge es aber immer vom Einzelfall ab: „Ob eine Handlung schuldhaft ist oder nicht, entscheidet am Ende der Richter.“ Der Apothekenleiter müsse seine Versicherungen so abschließen, dass sie auch im Schuldfall für den Schaden aufkämen.

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