Multitalent Zink – Auch bei Neben- und Wechselwirkungen

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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt unterschiedliche Empfehlungen zur täglichen Aufnahme durch die Nahrung. Die Menge ist abhängig vom Phytatgehalt der Nahrung – je höher der Gehalt, desto mehr Zink sollte aufgenommen werden. Phytinsäure ist ein sogenannter „Antinährstoff“. Er hemmt die Aufnahme von anderen Substanzen. Personen, die wenig Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte zu sich nehmen und für Protein hauptsächlich auf tierische Quellen setzten, nehmen wenig Phytat zu sich und haben somit eine hohe Zinkresorption. Folglich muss weniger Zink in der Nahrung enthalten sein. Die DGE empfiehlt hier für erwachsene Männer 11 mg pro Tag und für erwachsene Frauen 7 mg pro Tag.

Veganer sollten zu höheren Dosierungen greifen

Bei Veganer:innen, die ihren Proteingehalt rein pflanzlich decken und darüber hinaus viel Vollkorn essen, ist die Phytatzufuhr hoch, sodass die Zinkresorption behindert werden kann – die Empfehlung der DGE für die tägliche Aufnahme von Zink liegt für erwachsene Männer bei 16 mg pro Tag und für erwachsene Frauen bei 10 mg pro Tag.

Schwangere haben ab dem zweiten Trimenon einen erhöhten Bedarf. Dieser steigt nochmal für die Phase der Stillzeit.

Zink kann Bauchschmerzen auslösen

Einige Kund:innen beklagen, dass sie gerne Zink supplementieren würden, die Tabletten jedoch in der Vergangenheit nicht gut vertragen haben. Vor allem hoch dosierte Präparate können bei empfindlichem Magen zu Krämpfen und Übelkeit führen. Das hängt auch mit der Ernährung zusammen. Personen, die Fleisch häufiger als Gemüse auf ihrem Speiseplan stehen haben, besitzen eine bessere Zinkresorption und dementsprechend eher Probleme bei hohen Dosen. Andersherum: Veganer:innen können mitunter ohne Nebenwirkungen zu einem höher dosiertem Präparat greifen.

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