Berlin -

Viele Menschen leiden unter Sodbrennen. Magendruck und Völlegefühl sowie ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein können charakteristische Symptome sein. Oft steigt Magensäure auf bis in den Halsbereich; ein brennendes Gefühl und unangenehmes, saures Aufstoßen sind die Folge. Aber auch morgendliche Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Reizhusten oder ein Druckgefühl im Brustbeinbereich können Anzeichen von Sodbrennen oder Refluxerkrankungen sein. Solange diese Beschwerden nur gelegentlich auftreten, ist kein Grund zur Sorge geboten. Leidet man jedoch regelmäßig und mindestens einmal pro Woche an Sodbrennen, sollte vom Arzt die Ursache für die Beschwerden abgeklärt werden.

Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Gelegentliches Aufstoßen kommt häufig nach üppigen, fettreichen Mahlzeiten oder Alkoholkonsum vor. Auch Stress oder zu enge Kleidung können den Magen belasten und zu Beschwerden führen. Andere Betroffene leiden vor allem nach dem Konsum bestimmter Lebensmittel wie Kaffee, scharfen Gewürzen oder kohlensäurehaltigen Getränken unter Sodbrennen. Auch Rauchen und Übergewicht können eine Rolle bei der Entstehung spielen.

Besonders schlimm sind die Beschwerden nach dem Essen oder im Liegen; deshalb werden viele Betroffene nachts wach, sobald der Körper in eine waagerechte Position kommt. Auch Schwangere können unter Sodbrennen leiden. Die Beschwerden treten vor allem zum Ende der Schwangerschaft auf, da das Kind mit zunehmender Größe die Organe im Bauchraum zusammenschiebt und so die Säure leichter aufsteigen kann.

Auch Erkrankungen oder bestimmte Medikamente können zu sauren Aufstoßen führen. Vor allem Hypertonika, nichtsteroidale Anthirheumatika (NSAR), Theophyllin, hormonelle Verhütungsmittel oder manche Antibiotika können als Nebenwirkung zu Sodbrennen führen. Sodbrennen kann ein Begleitsymptom einer Magenschleimhautentzündung, einer Infektion mit Helicobacter pylori, eines Magengeschwüres, eines Zwerchfellbruches oder in sehr vielen Fällen einer Refluxösophagitis sein.

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