Anwesenheitspflicht

Sitzvertretung: „Absurd, verlogen und für die PTA demütigend“ Eugenie Ankowitsch, 27.09.2017 10:01 Uhr

Eine „Sitzvertretung“ sei zwar gesetzeskonform, aber schwachsinnig, meint PTAchen, die auf 17 Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann. „Die ganze Situation ist absurd, verlogen und für die PTA demütigend.“ Sie plädiert auch im Gespräch mit APOTHEKE ADHOC dafür, PTA mit einer langen Berufserfahrung und gegebenenfalls einer entsprechende Fortbildung eine auf wenige Wochen im Jahr beschränkte Vertretung von Approbierten zu erlauben. „Es geht schlicht um Anerkennung unserer Leistung“, sagt sie. Die zeitliche Beschränkung würde außerdem verhindern, dass die sogenannten „Apotheken light“ entstehen, vor denen die Apothekerschaft so eindringlich warnt.

„Wer seinen eigenen Wert als Apotheker kennt, der hat keine Angst vor einer Vertretungs- PTA sondern freut sich darüber, dass es noch eine Berufsgruppe gibt, die sich mit vollem Herzen zur Apotheke bekennt und (noch) nicht frustriert in die Industrie abwandert“, schreibt PTAchen, die in einer Landapotheke arbeitet. Aus ihrer Sicht werden viele Gegenstimmen schon bald verstummen.

„Spätestens wenn in ein paar Jahren die letzten Pharmazie-Ingenieure in den Ruhestand gegangen sind, wird sich die Situation weiter verschärfen“, so die PTA. Dann würden die Apotheker, die vor lauter Angst, die angestellten PTA könnten zu aufmüpfig werden, wenn sie mehr Rechte und Pflichten bekämen, sehen, was sie davon haben, ist sie sich sicher.

Unterstützung bekommt sie von Oestereich. Die Apothekerin würde es begrüßen, wenn erfahrene PTA Apotheker vertreten dürften. „Sie sind sehr gut ausgebildet und leisten sehr viel“, lobt sie. Die Apothekerin glaubt daran, dass eine PTA mit langer Berufserfahrung durchaus in der Lage wäre, ihren Chef eine gewisse Zeit im Jahr zu vertreten.

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