Revoice of Pharmacy

Singende PTA: Mein Song in Studioqualität

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Berlin -

Drei Tage Berlin – aber von den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt haben die Finalistinnen von „Revoice of Pharmacy“, dem Gesangswettbewerb von GeloRevoice und APOTHEKE ADHOC, nur wenig gesehen. Von morgens bis spät abends waren sie im Hansa-Studio am Potsdamer Platz und haben an ihren Songs gefeilt. Draußen tobte Berlin – drinnen gab es dafür die Welt der Musik. Es hat sich gelohnt: Das Publikum des Studiokonzertes war begeistert.

Morgens fuhren sie mit dem Taxi-Shuttle vom Hotel nhow in Friedrichshain zu den Studios in Kreuzberg. Ein Schluck Wasser oder Ingwertee für die Stimme und schon ging es los. „Ihr wollt gefallen, das ist der Motor“, erklärte Nik. „Man muss sich fragen, womit man auf der Bühne gut ankommt. Man muss sich gut fühlen damit. Ihr wollt Anerkennung und Respekt.“ Und den muss man sich ersingen.

Gemeinsam wurden via Bildschirm Lieder analysiert, zum Beispiel „You‘ve got the love“ von Florence & The Machine. Wie singt sie, wie ist ihr Auftritt, wie setzt sie ihre Stimme ein? Auch die Arbeit der neuseeländischen Sängerin Lorde wurde gemeinsam mit Nik unter die Lupe genommen. Immer wieder machte der Berliner Musikproduzent den Revoice of Pharmacy-Finalistinnen Mut: „Ihr seid gar nicht so weit von diesen Stimmen entfernt.“ Ungläubige Blicke. „Im Studio kann man aus jeder Stimme ganz viel herausholen.“ Aber Talent muss natürlich vorhanden sein, sonst kann auch der beste Tontechniker der Welt nichts machen. Und genau dies brachten alle fünf Finalistinnen des Gesangswettbewerbs von GeloRevoice und APOTHEKE ADHOC mit. Und Begeisterung für die Musik, denn ohne die geht es ebenfalls nicht.

Alle fünf standen zum ersten Mal in einem Musikstudio – und dann gleich in den Hansa-Studios. Sie sind ein Mekka der Musik, hier nahmen unter anderem David Bowie, Iggy Pop, Depeche Mode, Falco, Herbert Grönemeyer, Nick Cave und U2 ihre Musik auf. Täglich stehen Fans aus aller Welt vor dem Eingang, um einen Blick in diese heilige Stätte werfen zu können. Vermutlich nicht ohne Grund werden Fans auf einem Aufkleber in der Scheibe gebeten, nicht bei den Studios zu klingeln – man müsse schließlich arbeiten. Dafür werden mittlerweile Führungen durch den „Meistersaal“ und die anderen heiligen Hallen angeboten.

Beim Finale von „Revoice of Pharmacy“ wurde viel gelacht und auch ein bisschen geweint – wegen der Aufregung. Mit am emotionalsten waren die Minuten, als die Finalistinnen zum ersten Mal „ihre“ Songs hörten. Mit großen Augen saß Claudia auf einem Drehstuhl, hörte ihre Stimme zum ersten Mal in Studioqualität und fragte ein wenig ungläubig: „Bin das wirklich ich?“ Nik Hafemann und der Münchener Tontechniker Claus Üblacker hatten nach dem ersten Tag bis morgens um vier an den Aufnahmen der fünf gefeilt. Als sie die „fertigen“ Lieder präsentierten, waren alle erstaunt und ergriffen, so manche Träne musste getrocknet werden.

Auf den beiden Ledersofas im Studio saßen schon viele große Stars der Szene. „Hier saß Herbert Grönemeyer?“, fragte Linda erstaunt. Ja, denn er nimmt seine Musik vorzugsweise hier auf. Das Studio offeriert sogar Wohnungen im Haus, damit die Musiker nicht ins Hotel müssen, sondern konzentriert arbeiten können. Am Anfang nahmen die Finalistinnen ehrfurchtsvoll auf dem alten Ledersofa Platz, später ließen sie sich in kleinen Pausen schwungvoll nieder und spät abends, nach einem harten Tag, musste man aufpassen, dass man nicht darauf einschlief…

Zur Verstärkung holte sich Musik-Coach Nik Hafemann die Sängerin Bahar Kizil, früher Mitglied der Girlgroup „Monrose“, die vor zehn Jahren mit Hits wie „Shame“ die Top Ten der deutschen Charts stürmte. Sie studierte mit den Finalistinnen die Songs ein, gab Tipps für Atemübungen und erzählte aus ihrer Karriere.

Zwei Tage arbeiteten Nicole Klimmeck, Elena Arabova, Linda Sahmel, Claudia Lippert und Alina Michel an ihren Liedern, das sie gemeinsam mit Nik Hafemann für den Workshop ausgesucht hatten. Das Ziel: Anhand eines Songs erkundeten die vier PTA und Apothekerin Elena Arabova das Handwerk, bekamen einen ersten Einblick in ein Metier, das sich von ihrem Arbeitsalltag in der Offizin komplett unterscheidet. Es war ein Crashkurs des Musikbusiness, jede Minute war kostbar. Alle wollten nur zwei Dinge: lernen und singen. Elena war beeindruckt: „Ich habe noch nie vor Publikum gesungen, singe eigentlich nur für mich, zu Hause, zur Entspannung.“

Elena sang „Dancing in the Dark“ von Bruce Springsteen, gecovert von Lily Allen, Linda Sahmel „God only knows“ von den Beach Boys, in der Coverversion von Joss Stone. Claudia Lippert hatte sich für „Somewhere only we know“ von Keane, gecovert von Day Dreamer entschieden, Alina Michel für „Rather Be“ von Clean Bandit. Nicole Klimmeck sang „Thinking of you“ von Kate Perry. Witzig: Claudia, die irgendwann alle nur noch „die Fee“ nannten, absolvierte ihren ersten Auftritt barfüßig. „Das ist bequemer, Schuhe engen zu sehr ein“, entschied sie.

Parallel zu ihrer musikalischen Arbeit bekamen die fünf Finalistinnen auch gleich einen Crash-Kurs in Selbstvermarktung. Bahar erklärte, wie man sich in den sozialen Medien präsentiert und gab viele Instagram-Tipps. Als mögliche Stars von morgen gaben Nicole, Elena, Linda, Claudia und Alina auch ihre ersten professionellen Interviews vor der Kamera. Während der Workshop-Tage wurden die Finalistinnen von einem Kamerateam umkreist, die Filme sind demnächst auf APOTHEKE ADHOC zu sehen.

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