Schalter-System für die Apotheke

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Annahme draußen, Bearbeitung drinnen

Die Mitarbeiter nehmen die Wünsche dort entgegen und bearbeiten im Inneren der Apotheke alles weitere. Nach der Annahme erhalten die Kunden eine Nummer, mit der sie schließlich um die Ecke am „Abholfenster“ alles entgegennehmen und bezahlen können. Damit es im Inneren des Anbaus nicht zu kalt wird, hat Wiemann Heizlüfter aufgestellt. „Die Belüftungsanlage wurde außerdem auf 30 Prozent Überdruck gestellt“, erklärt er. So würde die Luft permanent aus der Apotheke geschleust. „Mehr kann man nicht machen.“

Positives Feefback – auch aus anderen Apotheken

Die Reaktionen seien überwiegend positiv: Sowohl die Kunden wie auch seine Mitarbeiter wären dankbar und auch die letzten Skeptiker im Team wurden überzeugt. „Ich wünschte, ich hätte nicht Recht gehabt“, meint Wiemann. Sogar Mitarbeiter aus anderen Apotheken hätten sich per E-Mail oder auf andere Weise mit positivem Feedback an ihn gewandt. „Ich hoffe, die Leute begreifen nun endlich den Ernst der Lage.“

Not macht Apotheken erfinderisch

Auch andere Apotheken machen sich Gedanken: Die Hasenleiser-Apotheke Rohrbach in Heidelberg gibt die Medikamente seit Mittwoch über eine Rutsche ab, um eine möglichst sichere Distanz zwischen Personal und Patienten zu gewährleisten. Inhaberin Michal Lea Schutz-Krause und ihr Lebensgefährte Harald Klinger haben in Eigenregie die abenteuerliche Konstruktion gebaut: Auf zwei entgegengesetzten Schienen befindet sich jeweils ein kleiner Buggy auf Rädern. In je eine Richtung sind die Schienen abschüssig, sodass Kunde und Apothekenmitarbeiter Geld und Ware einfach in die Wagen legen und dann herabsausen lassen.

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