Akustikprobleme im Handverkauf

Plexiglas: Gegensprechanlage für den HV

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Privatsphäre und Datenschutz seien von der Installation nicht betroffen, da die Boxen autonom und nicht über WLAN oder Bluetooth in bestehende Systeme eingebunden sind. Auch an die Hygiene hat Huber gedacht: Die Sprechstelle auf der Kundenseite wird über Infrarotsensoren aktiviert, sobald sich eine Person dem Kassenbereich nähert. Die einzige Taste befindet sich auf der innen angebrachten Sprechstelle, über die das Personal das Ein- und Ausschalten des Systems sowie das Stummschalten der Mikrofone auf Wunsch übernehmen kann. Rote und grüne LED-Lämpchen zeigen den Aktivierungsstatus des Mikrofons an. Die Sprechstellen-Boxen können mit handelsüblichen Reinigungs- und Flächendesinfektionsmitteln gesäubert werden.

Erst Mitte Mai hatte Huber die Idee und umgehend mit der Produktentwicklung begonnen. „Auf das Problem aufmerksam geworden sind wir durch Seniorenwohnheime“, erklärt er. „Da waren die Einschränkungen ja am Anfang radikal. Es wurden Besuchsboxen für die Bewohner gebaut, da haben die Leute sich zwar gesehen, aber nicht mehr gehört.“ Den größten Absatzmarkt erwartete WHD allerdings in Standorten mit hoher Kundenfrequenz und lauten Hintergrundgeräuschen wie Ladengeschäfte, Supermärkte und Tankstellen, Empfangstresen von Hotels und Restaurants, Informationsschalter in Flughäfen und Bahnhöfen sowie Fahrerkabinen von Bussen und Taxen.

Als er sein Produkt kürzlich in den Vorverkauf brachte, wunderte sich Huber allerdings. „Man kann die Voice Bridge auch auf unserer Homepage bestellen“, erklärt er. „Und ich war sehr überrascht, als ich gesehen habe, was für ein Feedback wir da aus dem Apothekenbereich erhalten. Acht von zehn Online-Bestellungen sind bisher aus Apotheken gekommen!“ Am Donnerstag startet die Auslieferung der ersten Geräte, online und offline zusammengenommen rund 1000 Stück zu einem Preis von je 199 Euro. Dass derzeit gerade in den Apotheken eine hohe Nachfrage herrscht, kann er sich im Nachhinein gut erklären, sagt Huber. „Apotheken wissen, wie wichtig es ist, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, müssen aber trotzdem unbedingt verständlich ihre Kunden beraten. Wenn der Apotheker zwei Pillen am Tag sagt und der Kunde versteht drei, dann ist das nun mal schlecht.“

 

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