Kein Moxifloxacin mit Amitriptylin

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Je nach Art und Schwere der Erkrankung nehmen Patienten über einen Zeitraum von fünf bis 14 Tagen täglich 400 mg Moxifloxacin ein. Das Arzneimittel kann unabhängig von den Mahlzeiten geschluckt werden, Klinisch relevante Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln, wie Milchprodukten sind nicht zu erwarten.

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) warnt bereits seit längerem vor den Fluorchinolonen. Die als Breitband-Antibiotika verwendeten Wirkstoffe – Ciprofloxacin, Norfloxacin, Enoxacin, Ofloxacin, Levofloxacin und Moxifloxacin – können Nebenwirkungen verursachen, die unter Umständen zu bleibenden Beeinträchtigungen führen können. Möglich sind Sehnenschäden in Form von Entzündungen oder Rissen. Die Ruptur der Achillessehne wird dabei als besonders gefährlich angesehen und tritt mit erhöhtem Risiko bei älteren Personen ab dem 60. Lebensjahr auf. Die unerwünschte Arzneimittelwirkung kann bereits wenige Stunden nach der Einnahme auftreten oder bis zu vier Wochen nach Therapieende. Ärzte sollen, wenn antibiotische Therapiealternativen vorliegen, Fluorchinolone nicht mehr verordnen.

Kommunikation: Der Kunde sollte Rücksprache mit dem Arzt halten und auf ein anderes Antibiotikum ausgewichen werden. Möglich ist beispielsweise ein Switch auf Doxycyclin.

Therapie: Die Einnahme von pflanzlichen Arzneistoffen zur Behandlung des Schnupfens kann zusätzliche Linderung verschaffen. Auch eine Inhalation kann helfen, das Sekret aus den Nebenhöhlen zu lösen. Vorsicht ist jedoch bei Asthmatikern geboten, hier ist von einer Inhalation mit ätherischen Ölen abzuraten. Unterstützend sollte die Kundin auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

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