„Ich musste bei Null anfangen“

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Im Gegensatz zu Deutschland wird im Alpenland nicht zwischen PKA und PTA unterschieden. Zwar sind PKA auch in Österreich für den kaufmännischen Bereich verantwortlich, können ihre Aufgaben aber noch weiter fächern. Verkauf und Beratung zählen hier eindeutig dazu. Sie unterstützen etwa die Apotheker bei der Abgabe von apothekenpflichtigen Arzneimitteln und beraten eigenverantwortlich bei Themen wie Phytotherapie, Kosmetik, Verbandstoffen oder Diätetik. Das spiegelt sich auch in der Berufsschule wider: Von Botanik über Chemie und Physik, Warenwirtschaft, Rechnungslegung, Gesundheits- und Ernährungslehre bis zum Verkaufstraining reicht der Fächerkanon in der Ausbildung. Für ausgebildete PKA gibt es im pharmazeutischen Bereich zudem ein großes Angebot an Weiter- und Fortbildungen.

Die Ausbildung gilt auch in Österreich als anspruchsvoll. Dennoch hat sich Offner sie etwas einfacher vorgestellt. Damals hat sie jedoch nicht berücksichtigt, dass sie dafür auch fundierte Kenntnisse in Naturwissenschaften braucht. Bei ihrem kaufmännischen Abitur standen Naturwissenschaften jedoch nicht auf dem Programm. „Ich musste quasi bei Null anfangen“, berichtet sie. „Aber wenn man sich für etwas interessiert, dann kriegt man das schon hin.“ Besonders spannend fand die junge Frau die Arzneimittelkunde sowie Botanik. Aber auch an der Ernährungslehre habe sie sehr viel Spaß gehabt, berichtet sie.

Umso beeindruckter zeigt sich ihre Chefin Alexandra Fuchsbichler von der Leistung ihrer Auszubildenden. „Ich habe sie als sehr zuverlässig, ordentlich und gewissenhaft kennengelernt“, berichtet die Apothekerin. „Alles, was sie macht, macht sie zu 100 Prozent.“ Obwohl sie wusste, dass Offner in den letzten Schuljahren keinerlei naturwissenschaftliche Fächer belegt hatte, glaubte sie an die junge Frau. „Wissen kann man sich aneignen, wenn man es will“, sagt Fuchsbichler.

Die 24-Jährige ist dankbar für das Vertrauen ihrer Chefin und möchte ein paar Jahre der Apotheke Krems erhalten bleiben und weiter lernen. Die Themenvielfalt in dem Beruf sei so groß, dass man nie auslernt, beschreibt sie die Vorzüge ihres frisch erlernten Berufs. „Es sind schon einige Schulungen und Fortbildung geplant“, sagt sie. Doch irgendwann einmal kann sie sich auch vorstellen, ein Pharmaziestudium zu beginnen. „Das steht auf jeden Fall zur Debatte“, sagt sie. „Zunächst will ich aber vier bis fünf Jahre arbeiten und mein Wissen ausweiten und festigen.“ Ihre Chefin traut ihr das Studium jedenfalls zu.

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