„Ich habe keine Angst vor ‚Apotheker-Light‘“

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Leugermann befürwortet stattdessen eine Zusatzausbildung. „Ich denke, eine optionale Zusatzqualifikation wäre für viele PTA in Apotheken interessant. Der Beruf wird von manchen PTA und interessierten Schülerinnen als ‚Sackgasse‘ gesehen, für diese gebe es dann eine sehr attraktive Möglichkeit einer zusätzlichen Karrierestufe.“ PTA, die mehr wollten, könnten sich auch neben dem Beruf weiter qualifzieren und beispielsweise wie Pharmazieingenieure in Apotheken angestellt sein. Auch mehrere Kollegen bestätigten ihm gegenüber seine Meinung.

Auch eine Vertretungsoption für PTA wäre für ihn denkbar. Erst dann könnte sich die angespannte Personalsituation in der Offizin entspannen. „Diesen Mitarbeitern würde ich auch mehr bezahlen. Angst vor ‚Apotheker-Light‘ habe ich nicht. Es gibt ja jetzt schon Pharmazieingenieure.“ Die ABDA pocht dagegen in ihrer Stellungnahme zur PTA-Reform ohne Ausnahme auf den Erhalt der umfassenden Aufsichtspflicht des Apothekers.

Der PTA-Beruf würde durch mehr Kompetenzen und eine Zusatzqualifikation auf einen neues Attraktivitätsniveau gehoben – sowohl für Berufseinsteiger, als auch für PTA, die schon länger in der Apotheke tätig seien, hält Leugermann dagegen. Auch mehrere PTA sprechen sich für eine halbjährige Zusatzausbildung in der Schule aus. Diese sei sinnvoll, da es sich um „etwas Offizielles“ inklusive Prüfung handele, sagt eine Angestellte. Man sei nicht auf den Inhaber angewiesen, der über die zusätzliche Verantwortung entscheide.

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