Fresh-up: Calcium

, Uhr

Von dem mit der Nahrung aufgenommenen Calcium werden nur 30 bis 40 Prozent resorbiert. Dieser Prozentsatz variiert aber unter anderem je nach Nahrungszusammensetzung. Milch und Milchprodukte sind reich an Calcium, aber auch einige Gemüsesorten, wie Lauch, Fenchel, Spinat, Brokkoli enthalten den Mineralstoff. An organische Säuren gebundenes Calcium (Citrat, Lactat, Gluconat) wird gut resorbiert, da hier die Komplexbildung ausgenutzt wird. Zudem ist es in diesem Zustand leicht verdaulich und führt selten zu Verstopfung und Blähungen. Calciumcarbonat ist dagegen schwerer resorbierbar und kann Obstipation und Darmbeschwerden verursachen.

Auch calciumreiche Mineralwässer können einen Beitrag zur Versorgung leisten. Eine erhöhte Phosphataufnahme, beispielsweise durch Cola-Getränke, erhöht die Calciumausscheidung. Phytin, Oxalate und Tannine hemmen die Calcium-Resorption, von Vitamin D und Milchzucker wird sie gefördert. Die Calcium-Resorption im Darm wird durch Calcitriol stimuliert. Der empfohlene Tagesbedarf für Erwachsenen liegt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 1000 mg Calcium.

Eine Unterversorgung kann zu Müdigkeit, Vergesslichkeit, brüchigen Nägel, trockener, schuppiger Haut sowie Ausschlägen führen. Risikogruppen für eine unzureichende Calciumzufuhr sind junge Frauen, Schwangere, Stillende und Senioren. Eine unerkannte Unterversorgung mit Calcium kann bei jungen Mädchen und Frauen Spätfolgen haben. Denn bei ungenügender Calcium-Zufuhr in der Jugend wird Knochen mit geringer Mineraldichte aufgebaut. Eine möglichst hohe Knochendichte allerdings ist die beste Prävention von Osteoporose im Alter. Calcium-Supplemente werden bei der Prophylaxe und der unterstützende Behandlung der Osteoporose bei postmonopausalen Frauen und alten Männern eingesetzt. Aber auch zur Vorbeugung eines Calciummangels werden die Präparate genutzt, beispielsweise haben Schwangere und Stillende einen erhöhten Bedarf.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Manchmal besser zum Arzt
Von Ohrenschmerzen bis Hörsturz »
Kalte Füße, kalter Po
Kälte und die Blasenentzündung »
Mehr aus Ressort
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie »
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt »
Report Mainz über Impfpassfälschungen
Apotheken im Fadenkreuz von Impfgegnern »
Weiteres
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Report Mainz über Impfpassfälschungen
Apotheken im Fadenkreuz von Impfgegnern»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»