Fresh-up: Kopfschmerzen

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Verlangen Kunden nach Ibuprofen ist bei Asthmatikern (auch bei ASS) und Patienten, die mit Blutdruck senkenden Präparaten behandelt werden ebenfalls Vorsicht geboten. Denn das NSAR kann die Wirkung herabsetzen, kann auf kein anderes Schmerzmittel ausgewichen werden, muss in Rücksprache mit dem Arzt bei längerem Gebrauch das Blutdruckmittel in seiner Dosierung angepasst werden. Die Kombination aus Ibuprofen und Coffein könnte bald erstmals einen Platz in der Sichtwahl finden, denn das Duo wurde erst kürzlich aus der Verschreibungspflicht entlassen.

Migränepatienten können auf Triptane zurückgreifen. Die Arzneimittel wirken gefäßverengend und unterbinden die Freisetzung von Schmerz- und Entzündungsmediatoren. Nicht geeignet sind Triptane für Patienten, die älter als 65 Jahre sind. Patienten mit Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen oder koronarer Herzkrankheit dürfen die Medikamente, wenn überhaupt, nur in Rücksprache mit dem Arzt anwenden. Triptane sollten nur abgegeben werden, wenn der Patient vom Arzt eine Migräne diagnostiziert bekommen hat. Bei einem „normalen Kopfschmerz“ ist die Stoffgruppe wirkungslos. Innerhalb von 24 Stunden, dürfen beispielsweise bei Naratriptan 5 mg nicht mehr als zwei Tabletten eingenommen werden.

Kopfschmerzgeplagte sollten auf eine ausreichende Trinkmenge achten, empfohlen sind 1,5 Liter pro Tag. Wer die Beschwerden alternativ behandeln will, kann homöopathische Präparate mit Gelsemium anwenden. Wer ein Minzöl auf die Schläfen aufträgt, kann sich ebenfalls Linderung verschaffen. Kunden sollte im Rahmen der Selbstmedikation Schmerzmittel nur maximal an drei aufeinander folgenden Tagen und nicht häufiger als zehn Tage pro Monat einnehmen.

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