Fresh-up: Kopfschmerzen

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Die nicht-steroidalen-Antirheumatika (NSAR) Ibuprofen und ASS sind wie Paracetamol schmerzlindernd und antipyretisch aber zudem auch entzündungshemmend und können auch bei mittelstarken Schmerzen eingesetzt werden. ASS hat außerdem eine hemmende Wirkung auf die Blutgerinnung, deshalb ist besondere Vorsicht bei Patienten geboten, die Antikoagulantien wie Phenprocoumon einnehmen. Hier liegt eine Kontraindikation vor. Patienten sollten auf Paracetamol ausweichen und dabei die zulässige Tageshöchstdosis von 2000 mg nicht überschreiten.

Nehmen Patienten ASS zur Blutverdünnung ein und wollen in der Selbstmedikation ein Ibuprofen-Präparat anwenden, muss auf einen zeitlichen Einnahmeabstand geachtet werden. Beide NSAR hemmen die Cyclooxygenase-1 (COX-1). Wird Ibuprofen zeitlich vor ASS eingenommen, besetzt es die Rezeptoren, an die auch der blutverdünnende Wirkstoff andocken würde. In der Folge bleibt die Hemmung der Thrombozytenaggregation aus oder kann vermindert sein. Ibuprofen sollte daher zwei Stunden nach der ASS-Gabe eingenommen werden.

Anders sieht bei der Kombination von niedrig dosiertem ASS zur Blutgerinnungshemmung und ASS in der höheren Dosierung gegen Schmerzen aus. Hier ist eine Kombination möglich, denn „das niedrig dosierte ASS hemmt die Thrombozytenaggregation bereits zu fast 100 Prozent, sodass eine zusätzliche Einnahme des Wirkstoffs zur Behandlung von Schmerzen keine Gefahr einer zu starken Gerinnungshemmung birgt“, so Bayer.

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