Apothekerin näht fürs Team

Eigenproduktion: Atemmasken mit Apothekenlogo

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Ein kleines Extra kann an der Innenseite befestigt werden: eine Slipeinlage. „Die nimmt die Feuchtigkeit aus der Atemluft auf und kann ganz einfach gewechselt werden, damit man die Maske länger tragen kann“, erläutert Hansen. Vorerst produziert sie nur für das Team – und das ist schon eine Menge. Die drei Apotheken haben 40 Mitarbeiter und für jeden will sie drei Stück anfertigen – glücklicherweise hilft ihr eine Bekannte bei der Arbeit. 40 Stück hat sie bereits hergestellt.

Bei den Kunden sind die Masken der Renner. „Wir haben natürlich viele Kundenanfragen deswegen. Viele würden gern wissen, wo wir die herhaben, und wollen dann nicht glauben, dass wir sie selbst produzieren.“ So lange sie nicht mit den 120 Masken für das Team durch ist, könne sie keine verkaufen, sagt Hansen. „Das hat Priorität. Die Kunden wollen alle welche haben, aber ich komme mit der Produktion kaum hinterher. “

Sie überlege aber bereits, danach weiterzumachen und die Masken dann zum Selbstkostenpreis zu verkaufen, der Bedarf ist schließlich auch in der Bevölkerung groß. Einen höheren Preis wolle sie aber nicht anlegen. „Ich finde es furchtbar, dass so viele an der Krise verdienen wollen“, sagt sie. Dass selbstgenähte Masken nicht ausreichend vor einer Infektion schützen können, sei ihr bewusst. „Aber man schützt damit andere vor einer Ansteckung. Von daher geben sie ein gutes Gefühl.“

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