Dreimal Nasenspray, bitte!

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Untersuchungen haben ergeben, dass bestimmte Personengruppe besonders gefährdet sind, Arzneimittel missbräuchlich anzuwenden. Zum Beispiel nehmen Frauen oder Menschen mit Essstörungen Laxantien im Übermaß ein und erhoffen sich dadurch eine Gewichtsregulierung. Doch auch hier lauern Gefahren: Wichtige Mineralien gehen verloren, dies führt zu Elektrolytstörungen sowie zu einem trägen Darm.

Häufig werden pflanzliche Arzneimittel mit einer besseren Verträglichkeit und wenigen Nebenwirkungen beworben. Teilweise erzeugt das bei Kunden den Eindruck, dass Medikamente auf pflanzlicher Basis ungefährlich sind. Beliebt ist auch das entwässernde Arzneimittel Biofax auf pflanzlicher Basis. Vermehrt wird das Medikament von Frauen angewendet: Ziel ist die Ausschwemmung störender Ödeme beziehungsweise eine vermeintliche Entschlackung. Bei unsachgemäßer Anwendung können unter anderem Elektrolytmangel, Nieren- und Herz-Kreislauf-Schäden auftreten.

Der Medikamentenabusus betrifft Menschen aller Altersgruppen: Junge Menschen neigen dazu, Kombipräparate mit Pseudoephedrin, Phenylephrin oder Coffein ohne medizinische Indikation einzusetzen, um die eigene Leistung zu steigern und Müdigkeitserscheinungen zu beseitigen. Aus dem Apothekenalltag ist bekannt, dass junge Cannabiskonsumenten Augentropfen mit vasokonstriktiven Eigenschaften verwenden, um die sichtbaren Folgen des illegalen Konsums zu überdecken. Als Fertigarzneimittel werden hier zum Beispiel Berberil- oder Proculin-Augentropfen genutzt.

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