Psoriasis

Die Rezeptur, die die Haut braun färbt Deniz Cicek-Görkem, 12.01.2018 14:42 Uhr

Rezepturen mit diesem Wirkstoff werden in der Regel allein für einen Patienten mit verschiedenen Wirkstoffkonzentrationen angerührt. Anfänglich verordnen die Ärzte häufig Salben mit einem Dithranol-Anteil von 0,05 bis 0,1 Prozent. In diesem Kontext kommt die sogenannte Minutentherapie zum Einsatz: Zu Beginn beträgt die Einwirkzeit zehn Minuten, danach wird diese alle drei bis vier Tage auf bis zu 60 Minuten erhöht.

Damit zusammen wird auch die Konzentration des Arzneistoffs gesteigert auf maximal 4 Prozent, im Einzelfall auch mal auf 5 Prozent – je nach Hautzustand des Patienten und Therapiewunsch des Arztes. Da Dithranol nur auf der erkrankten Haut wirkt, sollte die Salbe nicht auf die gesunde Haut aufgetragen werden. Nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit soll der Patient die Salbe idealerweise mit fließendem lauwarmen Wasser abwaschen und danach auch seine Hände gründlich waschen. Als Hautpflege im Anschluss empfehlen sich milde Cremes oder Salben.

Zu den häufigen Nebenwirkungen Hautirritationen, Brennen in den die Läsionen umgebenden Hautbereichen sowie Brennen in der Läsion. Auch kann es zu einer Braunverfärbung der behandelten und angrenzenden Hautbereichen kommen, die aber in der Regel nach einigen Wochen als Folge der Zellerneuerung verschwinden. Außerdem kann eine vorübergehende Verfärbung der Fingernägel oder Haare sowie Flecken in Textilien können vorkommen.

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