Botendienst mit Fernsteuerung

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Ihr Argument: „Kann der Botendienst mit einer rechtskonformen Lösung auch durchvorhandene externe Boten umgesetzt werden, wird dieser Dienst ein Umsatzmultiplikator mit mächtigen Potentialen für die Apotheke.“ Ihr System befähige die Apotheken, mit vorhandenen Liefer- oder Botendiensten zu kooperieren: Da der Bote keinen unkontrollierten Zugriff auf die Lieferung hat, ist die Weisungsgebundenheit laut Apocourier nämlich auch durch technische Maßnahmen gewährleistet. Die Auslieferung kann durch Sperren der Box jederzeit abgebrochen werden, und auch bei einer Überschreitung des zuvor eingestellten Temperaturkorridors erfolgt die Auslieferung nur nach Freigabe durch die Apotheke.

Denn die etwa DIN A4 groß Box beinhaltet vier separate Fächer für Kühlakkus, die unabhängig vom Schloss ausgetauscht werden können. Zusammen mit den Temperaturloggern sind damit temperatursensible Transporte mit Kontrolle und Dokumentation möglich. Es gibt zusätzlich eine kleinere „Compact“-Variante der Box ohne Kühlung, weitere Größen können bei Bedarf produziert werden. Die Kompetenz in Sachen Hardware ist gesichert: Die Familie der Gründerin steht hinter dem Spezialisten Hopf Kunststofftechnik mit Sitz in Besigheim-Ottmarsheim.

Die Datenverarbeitung ist laut Anbieter zudem DSGVO-konform. Sie erfolge als technische Dienstleistung für die Apotheke, welche den Botendienst selbst anbietet. Damit bleibe die Apotheke Herrin der Kundendaten, es gebe auch kein verstecktes Tracking und keine Drittanbieter. Aktuell testen erste Apotheken das Modell. Apocourier will zudem die Abrechnung mit den Krankenkassen erleichtern, da die Botendienste im System dokumentiert werden.

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