Repetitorium Übelkeit

Bei Amitriptylin besser kein Dimenhydramin

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Dimenhydrinat ist als Tablette, Saft, Kaugummi oder Zäpfchen gegen Übelkeit und Erbrechen auf dem Markt. Der Arzneistoff unterdrückt die Wirkung des Botenstoffs Histamin und wirkt so Übelkeit und Erbrechen entgegen. Das H1-Antihistaminikum wird nach Gewicht dosiert. Pro Kilogramm Körpergewicht dürfen 1,25 mg Dimenhydrinat verabreicht werden.

Der Arzneistoff sollte ebenfalls nicht mit Monoaminoxidase-(MAO)-Hemmern angewendet werden. Hier liegt eine Kontraindikation vor. Möglich sind eine lebensbedrohliche Darmlähmung sowie analog zu den trizyklischen Antidepressiva Harnverhalt und Erhöhung des Augeninnendrucks. Außerdem kann ein Blutdruckabfall sowie eine Einschränkung der Atmung die Folge der Kombination sein.

Kommunikation: Von einer Kombination ist abzuraten. Die Kundin sollte auf alternative Präparate ausweichen oder mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten. Auch mit Blick auf die unerwünschten Arzneimittelwirkungen von Amitriptylin sollte der Mediziner konsultiert werden, denn Übelkeit zählt zu den häufigen Nebenwirkungen des Wirkstoffes.

Therapie: Für die homöopathische Behandlung stehen Cocculus D6 oder Nux Vomica zur Verfügung. Es kann auch auf das gut wirksame Hausmittel Ingwer in Kapselform (Zintona, Grünwalder) zurückgegriffen werden. Eine andere Alternative sind Akkupresssurbänder. Pflanzlich können Ibergoast (Bayer), Carvomin (Aristo) oder Gasteo (Niehaus) Anwendung finden.

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