Philippinen, Bosnien und Herzegowina

Ausländische PTA-Schüler: „Sie sind sehr fleißig“ Carolin Ciulli, 16.07.2019 14:38 Uhr

Berlin - PTA-Schulen müssen ausländische PTA bei der Anerkennungsprüfung nicht unterstützen. Bewerber aus dem Ausland haben es nicht leicht und werden von manchen Lehranstalten abgelehnt. Anders in der Bernd Blindow-Schule in Mannheim. Schulleiterin Silke Dittmar unterstützt derzeit drei Frauen beim Anpassungslehrgang. „Ich will natürlich, dass sie alle bestehen“, sagt sie. Sie müssten durch die „Dittmarsche-Prüfung“. APOTHEKE ADHOC begleitet die drei auf ihrem Weg zur „fertigen“ PTA.

Hierzulande darf der Beruf der PTA nur mit staatlicher Anerkennung ausgeübt werden. Nach erfolgreich bestandener Prüfung wird diese Erlaubnis erteilt. Bis dahin ist es für die drei Frauen in Mannheim noch ein weiter Weg: Danica von den Philippinen sowie Zorana und Edina aus Bosnien und Herzegowina werden gerade an der Bernd Blindow-Schule ausgebildet.

Dittmar half bereits einer PTA aus Bosnien erfolgreich in die Apotheke. Sie hat mit ausländischen Schülern gute Erfahrungen gemacht. „Die damalige Schülerin hat mit einer 1 bestanden, sie war sehr eifrig und sprach gut Deutsch.“ Mittlerweile arbeite sie in einer öffentlichen Apotheke. „Ich glaube, das hat sich herumgesprochen.“ Pro Jahr kämen drei bis fünf Anfragen, meist von PTA, die außerhalb der EU die Ausbildung gemacht haben und sie sich hier anerkennen lassen wollten.

Das Anerkennen verläuft immer individuell. Dittmar muss dem Regierungspräsidium einen Plan vorlegen, wie viele Stunden die PTA-Anwärter pro Fach ableisten müssen. Die Anerkennung kann entweder ohne vorherige schulische Ausbildung als „Kenntnisprüfung“ oder inklusive Unterricht als „Anpassungslehrgang“ erfolgen. „Ich finde es besser, wenn sie vor der Prüfung Fächer in der Schule belegen“, so Dittmar. Die jetztigen drei Anwärterinnen sein „sehr fleißig“.

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