Arzneimittelanwendung

Fünf Tipps zu Ohrentropfen Nadine Tröbitscher, 07.02.2017 11:52 Uhr

Berlin - Ohrentropfen können bei bestimmten Beschwerden unerlässlich sein. Patienten sollten jedoch nur bei einem intakten Trommelfell Flüssigkeit in das Ohr einbringen. Gelangen die Wirkstoffe über das Mittelohr in das Innenohr können sie dort Schäden verursachen. Ein einfacher Test lässt das überprüfen: Knackt und pfeift es beim Schnäuzen mit zugehaltener Nase, kann ein Trommelfelldefekt vorliegen. Ist kein Schaden vorhanden, können Ohrentropfen unter Beachtung einiger Tipps angewendet werden.

Tipp eins: Flasche vor Gebrauch erwärmen. Das Ohr ist regiert empfindlich und mit Schmerzen oder Schwindel auf Kälte. Die Tropfflasche oder die Einmaldosisbehältnisse sollten daher vor der Anwendung in der Hand oder Hosentasche auf Körpertemperatur erwärmt werden.
Tipp zwei: Kopf zur Seite. Ohrentropfen können zähflüssig sein, daher empfiehlt es sich während der Anwendung den Kopf zur Seite zu neigen oder sich auf die Seite zu legen. In dieser Position sollte auch dem Eintropfen etwa fünf bis zehn Minuten verblieben werden. So ist gewährleistet das auch viskose Tropfen den Gehörgang benetzten. Die Anwendung bei Kindern ist grundsätzlich im Liegen zu empfehlen. Tipp drei: Ohrmuschel auf, Krümmung raus. Der Gehörgang ist nicht gerade, sondern gekrümmt. Die Anatomie von Erwachsenen und Kindern und Säuglingen ist jedoch unterschiedlich. Das erschwert das Eintropfen und die Benetzung. Die Krümmung kann jedoch ausgeglichen werden. Erwachsene sollten die Ohrmuschel leicht nach hinten und oben ziehen. Bei Kindern und Säuglingen hingegen sollten am Ohrläppchen die Muschel leicht nach hinten und unten gezogen werden.
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