Trotz Masken, Tests und Zertifikaten

Wohl weniger als 18.500 Apotheken – Sinkflug geht weiter

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Ablesen lässt sich diese Entwicklung auch am Stellenportal der Kammer. „Wir sehen aktuell, dass in unseren Apotheken mindestens 1000 Stellen unbesetzt sind. Auf einen stellensuchenden Apotheker kommen im Durchschnitt 15 bis 20 offene Stellen. Für PTA und PKA sieht es ganz ähnlich aus“, sagt Walter. In diesem Jahr will die Kammer daher verstärkt um Rückkehrer in den Beruf werben. Weiterhin fordert die Kammer einen Ausbau des Studienplatzangebotes, unter anderem auch an einem zusätzlichen Standort in Ostwestfalen.

Massive Nachwuchsprobleme

Fehlenden Nachwuchs sieht man auch im Nachbarbezirk Nordrhein als einen der Hauptgründe, warum Apotheken schließen. Etliche Inhaber finden keine Nachfolger. Und das, obwohl es immer mehr Apothekerinnen und Apotheker gibt. Doch wegen einer längst nicht mehr so attraktiven Vergütung trauen sich immer weniger von ihnen den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, vermutet man bei der Apothekerkammer (AKNR). Es wäre wünschenswert, wenn die Politik hier die Rahmenbedingungen in Zukunft optimieren würde. „Es muss sich wieder lohnen, eine Apotheke zu übernehmen – denn die dezentrale Versorgung ist und bleibt wichtig“, so Kammerpräsident Dr. Armin Hoffmann. „Gerade in der Pandemie sehen wir, wie wichtig Apotheken sind.“

Die ersten Zahlen zeigen auch, dass es weder besonders viele Corona-Schließungen gibt, noch dass Apotheken zu den Profiteuren zählen. Besonders im ersten Halbjahr war das OTC-Geschäft massiv eingebrochen, parallel übernahmen die Apotheken zusätzliche Aufgaben wie die Ausgaben von FFP2-Masken, die Durchführung von Bürgertests oder das Ausstellen von Impfzertifikaten, die gut vergütet wurden.

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