SPD: Ein Satz für Apotheker

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Zur Sicherung der medizinische Versorgung auf dem Land setzen die Sozialdemokraten auf eine „integrierte Bedarfsplanung der gesamten medizinischen Versorgung“. Was das im Detail für die Schnittstelle Krankenhaus/Arztpraxen bedeutet, lässt die SPD offen. Bessere Personalschlüssel in den Krankenhäusern sollen für mehr Pflegepersonal in Kliniken sorgen. Mit einem „Sofortprogramm“ soll auch das Personal in der Altenpflege aufgestockt werden. Wörtlich genannt werden im Gegensatz zu den Apothekern allerdings die Hebammen, deren Arbeitsbedingungen die SPD verbessern will.

„Wir wollen, dass medizinische Neuerungen schnell und zu fairen Preisen vom ersten Tag an verfügbar sind. Deutschland liegt im europäischen Vergleich bei den Arzneimittelpreisen in der Spitzengruppe. Sie dürfen in einem solidarisch finanzierten System aber nicht nur vom Markt bestimmt werden, sondern müssen auch ethisch vertretbar sein. Deshalb soll auch in Zukunft immer wieder neu bestimmt werden, ob neue Medikamente sicher und notwendig sind – und zu welchen Preisen sie solidarisch finanziert werden“, heißt es im Kapitel Gesundheit zum Arzneimittelmarkt. Weitere Aussagen finden sich nicht.

Dafür setzt die SPD auf den „weiteren Ausbau telemedizinischer Anwendungen“, das sei „für unser Gesundheitssystem immens wichtig“. In der Telemedizin liege großes Innovationspotenzial. „Gerade in dünn besiedelten Regionen werden telemedizinische Anwendungen in Zukunft dabei helfen, die Versorgung von Patientinnen und Patienten sicherzustellen. Wir werden die Telemedizin zur Verbesserung der Versorgung nutzen und mit der Telematik-Infrastruktur eine Plattform für ein zeitgemäßes Zusammenwirken von ambulantem und stationärem Bereich, von Rehabilitation und Pflege schaffen“, heißt es.

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