Modellprojekt

Video-Sprechstunde für gefährliche Häftlinge

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Der Modellversuch ist auf sechs Monate angelegt und wird ab April in den Gefängnissen in Stuttgart, Rottenburg, Schwäbisch Gmünd, Adelsheim und Hohenasperg durchgeführt. Das Modellprojekt deckt nach Angaben des Ministeriums nahezu das gesamte vollzugliche Spektrum – junge Gefangene, Frauen, Männer, Untersuchungshaft, Strafhaft, große und kleine Anstalten – ab. Teilnehmen werden circa 2000 Gefangene.

Partner des Justizministeriums ist die Firma Videoclinic aus Hamburg. Geschäftsführer Dr. Peter Merschitz hat sich in der Szene bereits einen Namen mit seiner Firma „Videodolmetschen.com“ gemacht. Mit über 500 Dolmetschern arbeitet er mit Arbeitsämtern anderen öffentlichen Verwaltungen und 100 Kliniken zusammen. Pro Monat wickelt die Firma 15.000 Aufträge ab. Per Videoschaltung dolmetschen die Übersetzer in verschiedenen wichtigen Lebensangelegenheiten.

Jetzt steigt Merschitz mit Videoclinic in die Telemedizin ein. Die Zusammenarbeit mit dem Justizministerium ist sein erstes Projekt. Videoclinic will dazu 30 Ärzte gewinnen. Sechs davon sollen bei Videoclinic als angestellte Ärzte arbeiten, der Großteil als Freiberufler. Alle Ärzte müssen bei der Ärztekammer Baden-Württemberg registriert sein. Die Ärzte werden speziell geschult. Für Merschitz ist der erste Schritt im Ländle nur der Einstieg ins neue Geschäftsfeld. Es liegen bereits weitere vier Anfragen aus anderen Bundesländern vor.

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