EU-Verordnung

Tierärzte warnen vor geplantem Rx-Versandverbot

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Jedes Mitgliedsland kann Ausnahmen definieren. In dem Beschluss heißt es: „Da es jedoch in einigen Mitgliedsstaaten üblich ist, auch verschreibungspflichtige Tierarzneimittel im Fernabsatz zu verkaufen, sollten die Mitgliedsstaaten die Möglichkeit haben, diese Praxis unter bestimmten Bedingungen ausschließlich in ihrem Hoheitsgebiet fortzusetzen.“

Das bedeutet: Den Mitgliedstaaten wird freigestellt, den Versand von Rx-Tierarzneimitteln auf ihrem Staatsgebiet zu ermöglichen, sofern sie „sichere Strukturen für diesen Handel“ geschaffen haben und der Versand nicht grenzüberschreitend erfolgt: „Eine derartige Erlaubnis wird nur Personen erteilt, die im Hoheitsgebiet des jeweiligen Mitgliedstaats niedergelassen sind, und die Belieferung erfolgt ausschließlich innerhalb dieses Mitgliedstaats.“

Geplant war etwa ein europaweit einheitliches Siegel für Versender, wie es im Bereich der Humanarzneimittel bereits existiert: „Damit Qualität und Sicherheit der im Fernabsatz angebotenen Tierarzneimittel in hohem Maße gewährleistet sind, sollte die Öffentlichkeit dabei unterstützt werden, im Internet legale Anbieter solcher Arzneimittel zu finden. Es sollte ein gemeinsames und in der gesamten Union erkennbares Logo festgelegt werden, anhand dessen der Mitgliedstaat ermittelt werden kann, in dem die Person, die das Tierarzneimittel zum Verkauf im Fernabsatz anbietet, ansässig ist. Die Kommission sollte ein solches gemeinsames Logo entwerfen. Internetseiten, auf denen der Öffentlichkeit Tierarzneimittel zum Verkauf im Fernabsatz angeboten werden, sollten mit der Internetseite der jeweils zuständigen Behörde verlinkt werden.“

 

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