TI-Anschluss: Münch kann sich schon ausweisen

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Auch in Sachsen-Anhalt lief es nicht ganz reibungslos: „Eigentlich waren die programmtechnischen Voraussetzungen auf unserer Homepage bereits zu Beginn des Jahres umgesetzt. Seitdem gab es aber immer wieder technische Probleme, die von den Vertragspartnern gelöst werden mussten“, so Münch. „Aber jetzt läuft es endlich. Wir hoffen nun, dass auch bald wichtige Anwendungen wie Medikationsplan, E-Rezept und so weiter umgesetzt werden, damit wir über das System einen wirklichen Mehrwert für unsere Patienten anbieten können.“

Beantragt werden können die Ausweise über sogenannte qualifizierte Vertrauensdienste-Anbieter (qVA), neben der Bundesdruckerei sind das die Apobank-Tochter Medisign sowie die Firma Stolle & Heinz. Die Kammern können die Formulare mit den ihnen vorliegenden Informationen zu den Mitgliedern vorbefüllen. Postalisch werden die Apotheken aufgefordert, im Antragsportal die Daten zu kontrollieren und zu ergänzen und ihr Foto oder eine beglaubigte Kopie der Approbationsurkunde (HBA) hochzuladen. Dann müssen sich die Apotheker über das Post-Ident-Verfahren identifizieren; die Kammer prüft den endgültigen Antrag noch einmal und gibt die Produktion frei.

Das Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (DVG) sieht vor, dass sich alle Apotheken bis Ende September an die Telematikinfrastruktur (TI) anbinden. Eine Apotheke benötigt für den digitalen Austausch vier Komponenten, um sich an die TI anzuschließen. Das sind einerseits der HBA und andererseits eine SMC-B. Außerdem werden als Hardware ein Kartenlesegerät und ein Konnektor benötigt. Nur mit diesen vier Komponenten ist eine sichere Identifikation der Apotheke im Rahmen der TI möglich.

 

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