Teva-Chef: „Das beleidigt mich auch persönlich“

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Der Kassenchef hatte der Industrie vorgeworfen, seit den 70er-Jahren und bis heute in Fernost zu produzieren, um von weniger strengen Umweltschutzauflagen und Kosteneinsparungen zu profitieren. „Das ist nachweislich falsch“, so Stoller. Er rechnet er vor: 93 Prozent der von Teva in Europa vertriebenen Fertigarzneimittel würden auch in Europa produziert. 53 Prozent der Wirkstoffe kämen aus dem eigenen Haus, 40 Prozent würden sogar in Europa hergestellt.

Sein Unternehmen lege seit jeher großen Wert auf Umweltschutz, so Stoller weiter: So setze man durchweg auf erneuerbare Energie, habe eine Recyclingquote von 95 Prozent und habe den CO2-Ausstoß halbiert. Als erster pharmazeutischer Hersteller in Deutschland sei der Standort Ulm des Unternehmens nach der strengen EMAS-Norm zertifiziert worden.

Zum Schluss wird Stoller doch noch versöhnlich: „Wir von Teva sind gerne bereit, uns mit der AOK darüber auszutauschen, wie die Details der Ausschreibungen aussehen könnten, um gemeinsam eine nachhaltige Versorgung der Patienten sicherzustellen.“

Die AOK hatte im September fünf Antibiotika erstmals separat ausgeschrieben und die Zuschlagskriterien so erweitert, dass robustere Lieferketten und Umweltschutzaspekte berücksichtigt werden und nicht nur der niedrigste Preis. Außerdem sollen im Sinne der Liefersicherheit mehrere Zuschläge vergeben werden.

 

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