Teleclinic sammelt Geld für E-Rezept

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300 Ärzte nutzen laut Teleclinic aktuell die Software zur ambulanten Telemedizin. Auf diese Weise bieten diese Mediziner Sprechstunden an – bis jetzt ausschließlich für Privatpatienten. Damit die Sache richtig rund läuft, stellen 60 dieser Ärzte bereits E-Rezepte aus. Diese gelangen mit Hilfe von Apotheken.de in eine der 7000 angeschlossenen Apotheken.

Außerdem hat Teleclinic sein E-Rezept auch im Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorstellt und ist dort auf großes Interesse gestoßen. Das BMG signalisierte, dass das DrEd-Verbot ohnedies im kommenden E-Health-Gesetz wieder aufgehoben werden soll. Damit ist Teleclinic zur Zeit der erste und einzige Anbieter im deutschen Markt, der ein technisch funktionsfähiges und behördlich geduldetes E-Rezept einschließlich der notwendigen digitalen Arztsignatur anbieten kann. Außerdem ist das Angebot Teleclinic zufolge auch mit der Telematik-Infrastruktur der Gematik kompatibel, über die künftig alle eHealth-Angebote abgewickelt werden müssen.

Ab Ende September bietet das Unternehmen erstmals Tele-Krankschreibungen für Privatpatienten an. Fünf Tage im Quartal sind möglich und eine Folgebescheinigung. Voraussetzung: Der Arbeitgeber spielt mit. Legt dieser Widerspruch ein, muss der Arbeitnehmer persönlich zum Arzt in die Praxis gehen. Als weiteren Schritt sind laut Jünger Facharztüberweisungen geplant. Dann verfügt Teleclinic über wesentliche Komponenten der alltäglichen Abläufe in Arztpraxen. Soweit sind weder Ärzte noch Apotheker.

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