Spahn und ABDA vereinbaren Funkstille

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Und die SPD-geführte Landesregierung von Rheinland-Pfalz geht davon aus, dass es ungeachtet der veränderten Zusammensetzung im Bundesrat wieder eine Mehrheit für ein Rx-Versandverbot geben wird. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) jedenfalls will pro Rx-Versandverbot stimmen: „Im rheinland-pfälzischen Koalitionsvertrag setzt sich die Landesregierung explizit für das bewährte System der inhabergeführten Apotheken vor Ort ein und begrüßt deshalb das Vorhaben des Bundesgesundheitsministeriums – wie die Mehrheit der Länder – im Sinne des Erhalts einer guten und flächendeckenden Arzneimittelversorgung der Bevölkerung“, teilte das Sozialministerium von Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) auf Anfrage mit.

Aber auch im Apothekenlager gibt es inzwischen von der ABDA abweichende Positionen: Kürzlich hatte sich auch der MVDA für den Erhalt des Rx-Versandhandels ausgesprochen, weil dieser zur Sicherung der flächendeckenden Versorgung notwendig sei. „Der MVDA hält es für realistisch, dass auf mittlere Sicht Szenarien zu erwarten sind, die eine Versorgung von Patienten kombiniert mit einer Zustellung via Versand erforderlich machen können“, heißt es in einem Positionspapier der politischen Vertretung von 3200 Linda-Apotheken.

Nach Ansicht des MVDA hat die Realität das „tradierte Idealbild“ vom abgeschirmten „Biotop Apothekenmarkt“ längst überholt. Ein Rückfall in „alte Zeiten“ sei undenkbar geworden. Der Systemwandel beruhe nicht auf den von der Politik verhängten Sparmaßnahmen, sondern sei Teil eines strukturellen Wandels des gesamten Gesundheitssystems, der sich mit wachsender Dynamik fortsetzen werde.

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