Spahn sperrt Apothekenhonorar

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Spannend vor allem für Apotheker in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist die Frage, ab wann die neue Regelung – sofern sie denn verabschiedet wird – gilt. Das Gesetz soll direkt nach Verkündung in Kraft treten; damit würden für bereits bestellte Grippeimpfstoffe die Karten neu gemischt.

Ausschreibungen für Impfstoffe waren mit dem Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) verboten worden, allerdings hatten die AOK Nordost und der Berliner Apotheker-Verein (BAV) zum Jahresbeginn eine Vereinbarung geschlossen, nach der Patienten in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in dieser Saison mit der tetravalenten Vakzine zum Vertragspreis versorgt werden.

Die Impfstoffvereinbarung in Berlin existiert bereits seit 2011 und funktioniert wie folgt: Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) fordert die Mediziner auf, Grippeimpfstoffe generisch zu verordnen und die Bestellungen möglichst früh in einer Apotheke ihrer Wahl abzugeben. Überlässt die Praxis ihrem Lieferanten die Auswahl des Impfstoffs, gilt ein zwischen den Vertragspartnern vereinbarter Festpreis pro Impfdosis.

Der BAV wiederum schließt über seine Tochterfirma D.S.C. Verträge mit Herstellern. Der frühzeitige Auftragseingang ermöglicht es den Firmen, ihre Produktion entsprechend dem Bedarf zu planen; in den vergangenen Jahren lief das Procedere sogar schon im Januar. Die Apotheken profitieren wiederum von günstigen Konditionen.

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