Digitalisierung

Spahn: Rolle rückwärts bei eGK dpa/APOTHEKE ADHOC, 15.05.2018 09:06 Uhr aktualisiert am 15.05.2018 12:16 Uhr

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte berichtet, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe Spahn freie Hand gegeben, die Karte abzuschaffen. Ihre Einführung war vor mehr als zehn Jahren beschlossen worden. Mit weiteren Funktionen, die über Basisdaten der Versicherten hinausgehen, geht es aber nicht voran.

Spahn hat sich dafür ausgesprochen, digitale Gesundheitslösungen mit dem vom Bund geplanten „Bürgerportal“ zu koordinieren. Er wolle nicht, dass man für Steuererklärungen, Pass-Beantragungen und im Gesundheitswesen je eigene digitale Identitäten brauche. Einige Krankenkassen haben bereits elektronische Patientenakten vorgestellt, die über Handy-Apps laufen und ohne die Gesundheitskarte auskommen.

Ob das Gesundheitsministerium bis zur parlamentarischen Sommerpause tatsächlich einen gangbaren digitalen Weg für die Speicherung und Vernetzung komplexer Gesundheitsdaten zwischen Patienten, Ärzten und Krankenkassen ebnen kann, bleibt abzuwarten. Spahn hat wiederholt praktische Lösungen einer solchen eGK gefordert, sie sollten „bürgernah” und „cool” sein, am liebsten mit dem Smartphone kombinierbar.

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