Spahn: 5,9 Millionen von der Heimat-Sparkasse

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Gelder, die aus seinen Immobilien generiert werden, dürften ebenfalls begrenzt sein. Offenbar ist derzeit nur eine der Wohnungen in Schöneberg vermietet, die zweite Wohnung bewohnt er mit seinem Ehemann, in der Villa werde derzeit gebaut. Offizieller Hauptwohnsitz Spahns ist laut dem Nachrichtenportal t-online weiterhin die Wohnung in Aahaus. Nichts bekannt ist zur Rolle von Spahns Ehemann, der teilweise Miteigentümer der Immobilien ist. Theoretisch wäre es möglich, dass er Millionen Euro an Sicherheiten einbringt.

Auch aus privatem Vermögen dürften sich Millionenbeträge aber nicht abbilden lassen, Spahn kommt aus einer Mittelstandsfamilie. Den offiziellen Zahlen zufolge müssten – bei durchschnittlichen Konditionen – schon die monatlichen Raten die Finanzmittel des Ministers stark angreifen. Und da sind die Sanierungskosten der denkmalgeschützten Villa noch gar nicht mit einberechnet.

Allerdings ist auch das Teil der Wahrheit: Die Berliner Immobilien – und damit die Grundschuld – haben selbst schon einen hohen Wert, sodass die Sparkasse hinreichend abgesichert sein dürfte. Ein Beleg, dass Spahn Sonderkonditionen erhalten hat, sind die neuen Erkenntnisse damit nicht. Allerdings liegt die Frage nahe: Denn Spahn saß selbst bis 2015 für fünf Jahre im Verwaltungsrat der Bank. Dessen Vorsitzender ist der CDU-Lokalpolitiker Kai Zwicker, ein früher politischer Weggefährte Spahns.

Die Sparkasse selbst dementiert: Es gebe keine Sonderkonditionen für aktive oder ehemalige Verwaltungsratsmitglieder. Zu bestehenden und früheren Kundenbeziehungen werde sie keine Angaben machen. So wie Spahn: Er wollte sich auf Anfrage des Tagesspiegels ebenfalls nicht zu den Krediten äußern.

 

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