Seyfarth: Apotheker verdienen gleiche Vergütung wie Ärzte

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Solche Anpassungen hat es bisher nur auf Länderebene gegeben: „Wir unterstützen die Apotheken in Bayern dabei, Schnelltests anzubieten. Der Freistaat legt auf die Kostenpauschale des Bundes noch drei Euro drauf – damit erhalten Apothekerinnen und Apotheker für die Tests bei uns genauso viel wie Ärztinnen und Ärzte“, erklärte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erst vergangene Woche erneut. Rund 900 Apotheken im Freistaat würden bereits kostenlose Tests anbieten. „Ich appelliere daher an alle Apotheken, die noch nicht teilnehmen, ebenfalls Schnelltests anzubieten: Gemeinsam können wir Infektionsketten unterbrechen.“

Um dafür einen Anreiz zu schaffen, greift der Freistaat in die Kasse: Bis Ende Juni will er pro Monat 11,5 Millionen Antigen-Schnelltests beschaffen und stellt dafür 183 Millionen Euro bereit. Von März bis Mai sollen je 12,4 Millionen Selbsttests sowie 17,7 Millionen Selbsttests für Juni beschafft werden. Dafür werden 284 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Und dann kommen in den Monaten März und April 41 Millionen Euro für die Apotheken hinzu. So viel plant die Landesregierung für zusätzliches Honorar auszugeben.

Ähnlich sieht es für die Kollegen in Sachsen-Anhalt aus. Dort hat das Gesundheitsministerium mit dem Landesapothekerverband (LAV) einen Rahmenvertrag geschlossen, über den die Apotheken kostenlose Corona-Schnelltests durchführen können. Damit möglichst viele Apotheker:innen mitmachen, legt das Ministerium ebenfalls drei Euro obendrauf und zahlt analog zu den Ärzten 15 Euro zuzüglich Sachkosten – allerdings hatten sich in Sachsen-Anhalt bis Mitte März erst 15 Apotheken für kostenfreie Tests registriert.

 

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