Schmidt: Wir müssen Kröten schlucken

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Die Rede von Spahn auf dem DAT habe gezeigt, „dass wir über viele Themen ernsthaft mit ihm reden können“. Veränderungsbereitschaft sei bei Spahn sicher vorhanden. Das sehe er als Chance für die Apotheker. Er glaube, dass der Gesundheitsminister bei Fragen der professionellen Weiterentwicklung, also bei Dienstleistungen, „wirklich deutlich entgegenkommen“ werde. Schmidt: „Ich glaube, dass wir zu konkreten Veränderungen kommen können. Die Frage ist nur, zu welchem Preis. Denn es gibt eben auch Themen, bei denen Spahn und die Apothekerschaft unterschiedlicher Meinung sind.“

Bereits zum Abschluss des DAT hatte Schmidt mit deutlichen Worten auf die anstehenden Veränderungen hingewiesen: „Wir stehen vor einer gewaltigen Reform-Agenda. Wir haben ein unglaubliches Maß an Reformbedarf.“ Mit der „klassischen ABDA-Haltung, es soll so bleiben wie es ist, nur besser, werden wir nicht weiterkommen“, so Schmidt. „Wir werden echte Veränderungen erleben, denen wir uns stellen müssen.“ Das Maß des Reformstaus sei unglaublich groß.

Der ambitionierte Zeitplan bis Dezember lässt den Schluss zu, dass das Maßnahmenpaket bereits vorgezeichnet ist. Neben der Option für Dienstleistungsverträge hatte Spahn in München das Impfen durch Apotheker als Beispiel für die denkbare Ausweitung des Leistungsspektrums erwähnt. Im Gespräch ist zudem, einen Boni-Deckel für ausländische Versandapotheken ins Sozialgesetzbuch V (SGB V) aufzunehmen und gewährte Boni nicht mehr den Patienten, sondern den Krankenkassen zukommen zu lassen. Klar ist offenbar, dass das Maßnahmenpaket der EU zur Notifizierung vorgelegt werden muss.

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