Schmidt attackiert Noweda: Botendienst ist Bärendienst

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Der Abda-Präsident unterstellt der – eigentlich apothekereigenen – Noweda indirekt sogar unlautere Motive: „Wir sehen mit großer Sorge, wie verschiedene Akteure derzeit versuchen, ihre Geschäftsmodelle zu optimieren, indem sie die Arzneimittelversorgung beziehungsweise die Gesundheitsversorgung insgesamt in eine vertikale Integration bringen.“ Das gelte nicht nur, wenn Arzneimittelgroßhändler Patienten direkt belieferten, sagt Schmidt und leitet zu dem Komplex DocMorris/Teleclinic über: Das gilt genauso, wenn ein Arzneimittelversender einen Telemedizin-Anbieter kauft und ärztliche und pharmazeutische Betreuung dadurch ökonomisch in eine Hand geraten.“

Die Konsequenz sei jedes Mal dieselbe: „Auf mittlere Sicht werden persönliche Verantwortung und fachliche Entscheidungsfreiheit des Heilberuflers kompromittiert und die Wahlfreiheit des Patienten eingeschränkt. Damit werden Grundprinzipien des Gesundheitswesens einfach einer verlängerten Wertschöpfungskette profitorientierter Player untergeordnet. Die Versorgung wird darunter leiden“, warnt Schmidt.

Aus Sicht des Abda-Präsidenten ist jetzt die Politik gefordert, genau hinzusehen und konsequent gegenzusteuern. „Sonst setzen sich spätestens mit Einführung des E-Rezeptes vollends Wild-West-Manieren im Gesundheitswesen durch.“

 

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